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Georgi Gospodinov erhält Jan Michalski Preis 2016

Dem bulgarischen Schriftsteller wurde der mit 50.000 Schweizer Franken dotierte Preis (umgerechnet 46.600 Euro) für seinen Roman Physik der Schwermut (Literaturverlag Droschl) in Montricher verliehen.

(c) Svetlana-Stoyanova

Im Rahmen der Preisvergabe wurde Georgi Gospodinovs Roman als “fantastische Schachtel von Geschichten, erfinderisch und tiefgründig, poetisch und philosophisch” gewürdigt. In der engeren Auswahl für den Jan Michalski Preis 2016 befanden sich auch die Autoren Dzevad Karahasan mit dem Roman Der Trost des Nachthimmels, der in deutscher Übersetzung bei Suhrkamp erschien, sowie Aatish Taseer mit The Way Things Were (Picador).

Georgi Gospodinov wurde 1968 in Jambol in Bulgarien geboren und ist als Schriftsteller und Übersetzer aktiv. Der diesjährige Preisträger studierte Bulgarische Philosophie in Sofia und arbeitet unter anderem als Kolumnist bei der Tageszeitung Dnevnik sowie am Literaturinstitut der Bulgarischen Akademie der Künste.

1992 erfolgte mit dem Lyrikband Lapidarium sein literarisches Debüt, internationale Bekanntheit erlangte Georgi Gospodinov 1999 mit dem Werk Natürlicher Roman, der in 23 Sprachen übersetzt wurde. 2007 erschien der Roman auch in deutscher Übersetzung im Literaturverlag Droschl. In deutschsprachiger Übersetzung wurden zuletzt Werke wie Gaustín oder Der Mensch mit den vielen Namen (Wieser Verlag) 2004, Kleines morgendliches Verbrechen 2010, Physik der Schwemut 2014, 8 Minuten und 19 Sekunden 2016 (alle Literaturverlag Droschl) veröffentlicht.

Der Jan Michalski Literaturpreis wurde erstmals 2009 vergeben, seither verfolgt die gleichnamige Stiftung das Ziel, jährlich ein außergewöhnliches Werk der Weltliteratur zu ehren. Als Jury-Präsidentin fungiert Vera Michalski-Hoffmann, die die Jan Michalski Stiftung zur Förderung der Schreibkunst und Unterstützung von SchriftstellerInnen 2004 ins Leben rief.

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