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Claudia Erdheim und Martin Pollack erhalten Theodor-Kramer-Preis 2019

Der Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil geht heuer zu gleichen Teilen an Claudia Erdheim und Martin Pollack. Beide richteten in ihren Texten „den Blick auf lange Zeit aus der österreichischen Literaturgeschichte ausgeklammerte Regionen und aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängte Geschichten“, so die Theodor-Kramer-Gesellschaft.

Claudia Erdheim, 1945 in Wien geboren und seit 1984 als Schriftstellerin tätig, hat Romane, Kurzgeschichten, Erzählungen und Reportagen veröffentlicht. Der Preis „würdigt jenen Aspekt ihres Werkes, der vergessene jüdisch-österreichische Geschichte(n) wieder in den Blickpunkt rückt“, hieß es in der Begründung. Zuletzt erschien ihr Roman Bist du wahnsinning geworden? (2018) als Neuauflage im Czernin Verlag.

Mit der Verleihung des Preises an den 1944 in Bad Hall geborenen Autor, Journalisten und Übersetzer Martin Pollack werde „der sein gesamtes Schreiben bestimmende Aspekt, die Nachwirkungen der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts zu vermitteln, in den Mittelpunkt gerückt“. Sein neuerster Titel Die Frau ohne Grab. Berichte über meine Tante (2019) ist bei Zsolnay erschienen.

Die Preisverleihung findet am 4. Oktober in Niederhollabrunn statt. Der Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil wird seit 2001 jährlich verliehen. Mit ihm werden sowohl die literarische Qualität als auch die Haltung und das Schicksal der SchriftstellerInnen gewürdigt. Bisherige PreisträgerInnen waren u. a. Ruth Klüger, Fred Wander und Milo Dor. 2018 ging der Preis an Lore Segal.

10.9.2019

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