Tractatus-Preis des Philosophicum Lech 2023: Shortlist

Die Shortlist für den diesjährigen Tractatus steht fest. Sechs Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) als finale Anwärter ausgewählt. Dieser Jury gehören seit 2023 die Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl (Ö), die Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin Catherine Newmark (CH) und der Literaturkritiker und Autor Ijoma Mangold (D) an.

Folgende 6 Werke sind für die Shortlist zum Tractatus 2023 nominiert:

Isolde Charim: Die Qualen des Narzissmus. Über freiwillige Unterwerfung. Paul Zsolnay Verlag Wien, September 2022

Olga Martynova: Gespräch über die Trauer. S. Fischer Verlage Frankfurt am Main, Juli 2023

Christoph Menke: Theorie der Befreiung. Suhrkamp Verlag Berlin, Oktober 2022

Hanno Sauer: Moral: Die Erfindung von Gut und Böse | Eine philosophische Geschichte zu moralischen Wertvorstellungen. Piper Verlag München, März 2023

Andreas Urs Sommer: Entscheide dich! Der Krieg und die Demokratie. Herder Verlag Freiburg, März 2023

Philipp von Wussow: Expertokratie. Über das schwierige Verhältnis von Wissen und Macht.Carl Auer Verlag Heidelberg, Dezember 2022

Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2023 zum fünfzehnten Mal vergeben. Er ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000 Euro Preisgeld hoch dotiert und eine der wenigen Auszeichnungen für philosophische Essayistik.

„Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“, erläutert Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.

Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird am 6. September via Presseinformation bekannt gegeben. Zur Verleihung kommt es am 22. September 2023 beim 26. Philosophicum Lech. „Alles wird gut. Zur Dialektik der Hoffnung“ lautet das angesichts von Krisen, Verunsicherung und Vertrauensverlust brandaktuelle, zugleich zeitlose Thema des diesjährigen Symposiums. Vom 19. bis 24. September 2023 sind namhafte Vortragende verschiedener Disziplinen nach Lech am Arlberg geladen, um zu diesem Fragenkomplex zu referieren und darüber mit dem Publikum zu diskutieren. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat.

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