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Thomas Stangl erhält Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung

Thomas Stangl erhält die mit 10.000 Euro dotierte Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859. Die Preisverleihung findet am 10. Mai in Marbach statt.

Mit der Entscheidung folgte das Kuratorium der Deutschen Schillerstiftung von 1859 dem Votum ihrer Jury: Thomas Geiger, Norbert Hummelt, Katrin Lange, Helge Pfannenschmidt und Antje Weber. Die Ehrengabe wird am 10. Mai 2019 in Marbach vergeben. Die Laudatio hält Katrin Lange. 

In der Begründung der Jury heißt es: „In den bislang vier Romanen und zwei Essaybänden von Thomas Stangl lässt sich ablesen, dass das Schreiben eine singuläre Existenzform sein kann. Seine Bücher führen uns nach Afrika, in das Wien der 30er-Jahre, auf die Anti-Haider Demonstrationen und ins Altenheim. Sie greifen aus, zeitlich wie topografisch, haben verschiedenste Protagonisten und situieren doch alles Geschehen konsequent in einem Bewusstsein, das Wahrnehmungsschärfe, Erinnerungsseismographik und Nachdenklichkeit vereint. Den Zugriff auf Welt und Seele macht solche sprachliche Polyphonie nicht einfach, das wissen Leser bereits aus den großen Bewusstseinsromanen des 20. Jahrhunderts. Es ist dies das Gegenteil von jeder modernen Poetik, die sich den Oberflächen verschreibt. Und doch gibt es kein Buch von Thomas Stangl, in dem man nicht mit Glück und Staunen erfährt, wie unverwechselbar literarische Sprache auch im Erschreiben unserer Zeit ist. Der Schillerpreis 2019 geht an einen Autor, der ganz und gar eigenständig auf unsere Gegenwart reagiert.“

Thomas Stangl lebt als Schriftsteller in Wien. Er veröffentlichte bisher mehrere Romane und Essaybände, alle bei Droschl, zuletzt Fremde Verwandtschaften (2018).

27.02.2019

 

 

 

 

Thomas Stangl (c) Jessica Schäfer
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