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Karl-Markus Gauß erhält Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022 wird dem österreichischen Schriftsteller und unermüdlichen Aufklärer Karl-Markus Gauß für sein Buch „Die unaufhörliche Wanderung: Reportagen“ verliehen. Das Buch versammelt feinfühlige Geschichten von besonderen Orten und Menschen in Europa. Es erschien im Oktober 2020 im Paul Zsolnay Verlag.

Der Preis wird zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am Abend des 16. März 2022 im Gewandhaus zu Leipzig verliehen. Die Laudatio hält die österreichische Germanistin, Literaturkritikerin und Essayistin Daniela Strigl.

„Seit mehr als vierzig Jahren nimmt dieser für seine stilistischen Feinheiten gelobte, jedes besserwisserische Pathos meidende Reisende die kulturellen Verluste (besonders in Südosteuropa) wahr und hält ihnen den historisch angehäuften tatsächlichen Reichtum entgegen. Er leistet die Arbeit eines Sisyphos, das heißt, er weiß auch, dass trotz aller Anstrengungen der mühsam auf den Berg geschleppte Stein wieder hinunterrollt. […] Er schreibt auch umfangreiche Journale, die einen politisch wachen, parteipolitisch ungebundenen Zeitgenossen zeigen, der gottlob über so viel Ironie und Witz verfügt, dass man sich von ihm gerne in die Abgründe unserer Gesellschaft einführen lässt.“, so ein Auszug aus der Begründung der Jury.

Zsolnay-Verlagsleiter Herbert Ohrlinger, der die Bücher von Karl-Markus Gauß seit einem Vierteljahrhundert betreut, sagt dazu: „Karl-Markus Gauß ist nicht nur ein Schriftsteller, er ist viele auf einmal. In seinen Reisebüchern zeigt er uns Europa in seiner Vielfalt, in seinen Essays konfrontiert er uns mit uns selbst und unseren Traditionen, in seinen Journalen denkt er nach über das, was wir sind und wozu wir werden, in seinen Kritiken verführt er uns zu Neugier und setzt auf Wachsamkeit. Seine Bücher sind eine Quelle des Lichts in finsteren Zeiten. Sie verlegen zu dürfen ist ein Privileg.“

Der Jury des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2022 gehören Skadi Jennicke (Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig), Michael Krüger (Autor, Verleger, Übersetzer, München), Johannes Riis (Verleger, Kopenhagen), Elisabeth Ruge (Autorin, Verlegerin, Literaturagentin, Berlin) und Daniela Strigl (Essayistin, Kritikerin, Dozentin, Wien) an.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben und mit 20.000 Euro dotiert, zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe. Kooperationspartner ist die Bundeszentrale für politische Bildung. Weitere Informationen finden Sie hier.

6.12.2021

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