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Deutscher Buchpreis 2022: Drei österreichische Autor*innen und ein österreichischer Verlag unter den Nominierten

20 Romane hat die Jury für den Deutschen Buchpreis 2022 nominiert. Mit dabei sind auch drei österreicheichische Autor*innen: Marie Gamillscheg, Reinhard Kaiser-Mühlecker und Anna Kim. Der Verlag Jung und Jung ist ebenfalls mit einem Titel vertreten. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.
Seit Ausschreibungsbeginn hat die Jury 233 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2021 und dem 20. September 2022 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Miriam Zeh, Deutschlandfunk Kultur:

„In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur rumoren die großen Fragen unserer Zeit: nach Herkunft und Identität, nach Formen und Zukunft unseresZusammenlebens. Sie können sich in der deutschen oder österreichischen Provinz ebenso entfalten wie in Kabul oder Pjöngjang, in einer herannahenden Dystopie oder der real-historischen Ostberliner Vorwendezeit. Aus über 200 Titeln und so vielen Einreichungen wie noch nie haben wir epische Erzählungen ausgesucht, poetische Sprachschöpfungskaskaden sowie formale Experimente, die klassische und realistische Formen des Romans aufbrechen. Die Auswahl auf unserer Longlist folgt dabei verschiedenen Kriterien, so wie auch in der Jury Perspektiven aus Literaturvermittlung und -kritik zusammenfinden. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022 sind etablierte Autor*innen ebenso wie eine Vielzahl noch weniger bekannter und jüngerer Stimmen. Und wenn wir die so verschiedenen Romane damit einem neugierigen Lesepublikum näherbringen können, freuen wir uns umso mehr.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

Fatma Aydemir: Dschinns (Carl Hanser, Februar 2022)
Kristine Bilkau: Nebenan (Luchterhand, März 2022)
Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter (Kiepenheuer & Witsch, August 2022)
Carl-Christian Elze: Freudenberg (edition AZUR, Februar 2022)
Theresia Enzensberger: Auf See (Carl Hanser, August 2022)
Jan Faktor: Trottel (Kiepenheuer & Witsch, September 2022)
Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere (Luchterhand, März 2022)
Kim de l’Horizon: Blutbuch (DuMont, Juli 2022)
Yael Inokai: Ein simpler Eingriff (Hanser Berlin, Februar 2022)
Reinhard Kaiser-Mühlecker: Wilderer (S. Fischer, März 2022)
Anna Kim: Geschichte eines Kindes (Suhrkamp, August 2022)
Esther Kinsky: Rombo (Suhrkamp, Februar 2022)
Dagmar Leupold: Dagegen die Elefanten! (Jung und Jung, Februar 2022)
Eckhart Nickel: Spitzweg (Piper, April 2022)
Gabriele Riedle: In Dschungeln. In Wüsten. Im Krieg. (Die Andere Bibliothek, März 2022)
Slata Roschal: 153 Formen des Nichtseins (homunculus, Februar 2022)
Anna Yeliz Schentke: Kangal (S. Fischer, März 2022)
Jochen Schmidt: Phlox (C.H.Beck, September 2022)
Andreas Stichmann: Eine Liebe in Pjöngjang (Rowohlt, März 2022)
Heinz Strunk: Ein Sommer in Niendorf (Rowohlt, Juni 2022)

Der Jury gehören neben Miriam Zeh an: Erich Klein (freier Kritiker, Wien), Frank Menden (stories! Die Buchhandlung, Hamburg), Uli Ormanns (Agnes Buchhandlung, Köln), Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich), Selma Wels (Kuratorin und Moderatorin, Frankfurt) und Jan Wiele (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 20. September 2022 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor*innen, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 17. Oktober 2022 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen.
Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben.

23.08.2022

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