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Buchhändler:innen gegen Erhöhung des Bibliotheksrabatts

Im neuen Gesetzesentwurf zur Buchpreisbindung soll der Bibliotheksrabatt von 10% auf 20% erhöht werden. Das stößt auf große Kritik bei österreichischen Buchhändler:innen. Helmut Zechner, Vorsitzender des Österreichischen Buchhändlerverbandes, erachtet eine solche Anhebung als existenzbedrohend. Dieser Passus soll laut Ministerium neu geprüft werden.

„Die Verdoppelung des Rabatts ist eine ernsthafte Bedrohung für uns alle“, so Helmut Zechner. „Zehn Prozent sind für Buchhändler schon extrem knapp, gehen sich gerade noch aus. 20 Prozent wären nicht machbar.“ Der Bibliotheksverkauf ist jedoch eine wichtige Umsatzquelle. Es ist zwar kein Muss die vollen 20% zu gewährleisten, es würde jedoch laut Zechner aufgrund der unweigerlich eintretenden Marktmechanismen Usus werden. Dann wären jene Player im Vorteil, die entsprechend logistisches Know-how haben und Kosten und Preise ohne größere Umsatzeinbuße reduzieren können. Auch die Arbeiterkammer steht dieser Änderung skeptisch gegenüber.

Das neue Gesetz zur Buchpreisbindung sieht Helmut Zechner bis auf den Passus zum Bibliotheksrabatt als gelungen an. Besonders die Neudefinition des Mindestpreises ist eine Erleichterung im Arbeitsalltag. Dieser soll nämlich künftig als Bruttopreis angegeben werden und nicht wie bisher als Nettopreis. Mit der Buchpreisbindung soll gewährleistet werden, dass Bücher ausschließlich zu angemessenen Preisen verkauft werden. Die von Verleger:innen festgelegten Preise dürfen höchstens um 5 % Rabatt unterboten werden, angekündigt werden darf diese Rabattierung nicht. Somit wird Preisdumping via Gesetz verhindert. Die Buchpreisbindung trägt maßgeblich zur Erhaltung der Vielfalt der heimischen Buchbranche bei.

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