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Alex Beer gewinnt den Leo-Perutz-Preis 2017

Der achte Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wurde gestern Abend, am 13. September, in feierlichem Rahmen in der Wienbibliothek im Rathaus an Alex Beer verliehen. Die diesjährige Preisträgerin wurde für ihren Kriminalroman Der zweite Reiter (Limes Verlag) ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Literaturpreis wurde von Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels und Jürgen Sild, Geschäftsführer der Bestattung Wien überreicht. Der Leo-Perutz-Preis wird gemeinsam von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandles gestiftet und 2017 zum ersten Mal mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet.

Auf der Shortlist für den Leo-Perutz-Preis 2017 waren insgesamt fünf Werke zu finden: Neben Alex Beer waren auch Christopher Just mit Der Moddetektiv (Milena Verlag), Stefan Peters mit Erstbezug (Picus Verlag), Theresa Prammer mit Die unbekannte Schwester (List Verlag) und Hans-Peter Vertacnik mit Totenvogel (Emons Verlag) nominiert. Alle Nominierten gaben Leseproben zum Besten, Publikumsliebling Roman Kollmer führte durch den Abend. Die Laudatio hielt der Leo-Perutz-Preisträger 2016 Andreas Gruber.

Die Autorin
Alex Beer ist in Bregenz geboren, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach Der zweite Reiter (Limes, 2017), mit Die rote Frau ist der zweite Band ihrer Reihe um Polizeiagent August Emmerich für Sommer 2018 geplant.

Aus der Begründung der Jury
„Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden: ein Kunststück der Stimmungsmalerei, das Wien in einem düsteren, aber faszinierenden Licht neu erstrahlen lässt. Eine Welt von gestern, in die wir hineingesaugt wurden und die wir nur ungern wieder verlassen haben. Das Versprechen des letzten Satzes hat uns getröstet: ‚Diese Geschichte war noch nicht vorüber.‘“

Die Jury

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v.l.n.r.: Andreas Gruber, Benedikt Föger, Christoph Huber, Erwin Riedesser, Sylvia Faßl-Vogler, Michaela Bokon, Jürgen Sild, Alex Beer (sitzend)


2017 setzt sich die Jury aus Sylvia Faßl-Vogler (Referatsleiterin der Kulturabteilung der Stadt Wien), Jury-Sprecher Erwin Riedesser (Vorsitzender des Buchhändlerverbandes), Andreas Gruber (Krimiautor und Leo-Perutz-Preisträger 2016), Michaela Bokon (Filialleiterin Thalia W3), Journalist Christoph Huber und Nina Lämmermayer (Bestattung Wien) zusammen.

Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Bisherige PreisträgerInnen
2016 Andreas Gruber Racheherbst (Goldmann), 2015 Theresa Prammer Wiener Totenlieder (Marion von Schröder Verlag), 2014 Eva Rossmann Männerfallen (Folio Verlag), 2013 Thomas Raab mit Der Metzger kommt ins Paradies (Droemer Verlag), 2012 Manfred Rebhandl mit Das Schwert des Ostens (Czernin Verlag), 2011 Lizl Stein/Georg Koytek mit Der Posamentenhändler (Leykam) sowie 2010 Stefan Slupetzky mit Lemmings Zorn (Rowohlt).

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