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Start der Europäischen Literaturtage 2021

Am Donnerstag, 18. November, beginnen die Europäischen Literaturtage 2021 in der Wachau. Unter dem Leitthema Reiserouten. “Unterwegs, um frei zu sein?” eröffnet der irakische Schriftsteller Najem Wali die Literaturtage. Zum Abschluss wird der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2021 – die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat –  an Navid Kermani verliehen. Die Auszeichnung wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet.

Nach den Erfahrungen mit dem Lockdown haben die Europäischen Literaturtage ein aktuelles Thema zu ihrem Motto gemacht: „Reiserouten. Unterwegs, um frei zu sein?“. Denn als sich die Menschen verstärkt nach der Ferne und dem Unterwegssein sehnten, sind gleichzeitig auch kritische Fragen rund um das Reisen lauter geworden. So diskutieren in diesem Jahr wieder internationale Schriftsteller*innen und Literaturinteressierte vor Ort in Krems kulturelle und gesellschaftspolitische Fragestellungen wie zum Beispiel nach der Durchlässigkeit von Grenzen, der Symbolik von historisch gewachsenen Reiserouten und patriarchalen Reiseklischees.

Bei der traditionellen Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend im Klangraum Krems Minoritenkirche hält der im Irak geborene und in Deutschland lebende Najem Wali einen Eröffnungsvortrag über die Balkanrouten und diskutiert danach mit der Wien-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung Cathrin Kahlweit. Anschließend spricht der britische Historiker Peter Frankopan über die Seidenstraße und eine mögliche neue Weltordnung. Am Freitag und Samstag folgen Gesprächsrunden und Lesungen u. a. mit Kapka Kassabova und Erika Fatland, Priya Basil und Johny Pitts, Patricia Portela und Mathijs Deen, Elisa Shua Dusapin und Lana Bastašić. Abends laden Katja Gasser und Veronika Trubel zu Veranstaltungen u. a. mit Felicitas Hoppe, Christoph Ransmayr und Erik Fosnes Hansen ein, die von Musik und Kunstausstellungen begleitet werden. Als Abschluss der Europäischen Literaturtage wird am Sonntag der diesjährige Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln durch Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, an Navid Kermani verliehen.

Die tägliche Berichterstattung von Viktoria Strobl und Irene Zanol findet im Blog der Europäischen Literaturtage (www.literaturhauseuropa.eu) und anschließend auf Okto.TV statt. Zudem stellt Beat Mazenauer ausgesuchte Bücher in dem Format “3 Minuten Buchbesprechungen” vor.
Das detaillierte Programm sowie Informationen zu Tickets und den aktuellen Covid-Sicherheitsmaßnahmen und-Regeln finden sich unter:

www.literaturhauseuropa.eu/de/europaeische-literaturtage

18.11.2021

(c) Sascha Osaka
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