Der Verein Philosophicum Lech hat die Shortlist für den „Tractatus-Preis für philosophische Essayistik“ veröffentlicht. Sechs Titel wurden von der Jury als Anwärter für die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung ausgewählt. Auf der Shortlist findet sich auch das bei Zsolnay erschienene Buch „Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend“ von Laura Wiesböck.
Wer den renommierten Essay-Preis erhält, wird Anfang September bekanntgegeben. Die feierliche Preisverleihung findet am 26. September im Rahmen des 28. Philosophicum Lech statt.
Weiters nominiert sind:
- Wolfram Eilenberger: „Geister der Gegenwart. Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984″ (Klett-Cotta)
- Hanno Sauer: „Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten“ (Piper)
- Martin Scherer: „Takt. Über Nähe und Distanz im menschlichen Umgang“ (Zu Klampen)
- Bettina Stangneth: „Club der Dilettanten. Warum niemand Bücher wirklich versteht, aber trotzdem jeder beim Lesen lernt. Eine Einladung zur Ehrlichkeit“ (Rowohlt)
- Eva Weber-Guskar: „Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern“ (Ullstein)
Die Jury des Tractatus 2025 besteht aus der Literaturwissenschaftlerin und Essayistin Daniela Strigl (Ö), der Philosophin und Publizistin Catherine Newmark (CH) sowie dem Literaturkritiker Ijoma Mangold (D). Den Vorsitz hat Konrad Paul Liessmann inne.
Der Tractatus – Preis für philosophische Essayistik wurde 2009 auf Anregung des Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen und wird 2025 zum siebzehnten Mal vergeben. Der Preis richtet sich an Autor:innen, die philosophische Fragen in verständlicher Weise für ein breiteres Publikum aufbereiten. Besonderes Augenmerk legt die Jury auf die Originalität des Denkansatzes, die sprachliche Gestaltung und die gesellschaftliche Relevanz des Themas.
2024 wurde Philipp Hübl mit dem Titel „Moralspektakel. Wie die richtige Haltung zum Statussymbol wurde und warum das die Welt nicht besser macht“ ausgezeichnet.