Mit Wilfried Steiner verliert die heimische Buchbranche einen unverwechselbaren Autor und eine prägende Persönlichkeit des Kulturlebens.
Geboren am 18. Dezember 1960 in Linz, studierte Steiner Germanistik, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Salzburg, wo er 1990 über die Vorläufer der literarischen Moderne promovierte. Seit den späten 1970er-Jahren veröffentlichte er literarische Texte in renommierten Zeitschriften und war als Teilnehmer des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs sowie als Mitglied der Grazer Autorinnen- und Autorenversammlung fest in der Literaturszene verankert.
Wilfried Steiner galt als unverwechselbare Stimme der österreichischen Gegenwartsliteratur. Mit seinen Romanen schuf er vielschichtige Werke, die durch zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien gewürdigt wurden. Zuletzt erschienen „Schöne Ungeheuer“ im Otto Müller Verlag sowie „Die wilde Fahrt des Arthur Rimbaud“ im Limbus Verlag.
Neben seinem Schreiben prägte Wilfried Steiner über viele Jahre das kulturelle Leben in Oberösterreich. Von 1999 bis zu seiner Pensionierung Ende 2025 war er als künstlerischer Leiter am Kulturzentrum Posthof in Linz tätig. Dort verantwortete er die Sparten Tanz, Theater, Kleinkunst und Literatur und setzte entscheidende Impulse für ein vielfältiges, zeitgenössisches Programm.
Wilfried Steiner hinterlässt ein vielschichtiges literarisches Werk und bleibende Spuren im kulturellen Leben Österreichs.
