Verena Hochleitner ist mit dem „Preis der Stiftung Buchkunst“ 2026 ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an „Was tun, wenn… – Kleine Hilfe bei großen Katastrophen“. Hochleitner hat das Buch gemeinsam mit Laura Momo Aufderhaar illustriert und gestaltet. Erschienen ist es im kunstanstifter verlag.
Verliehen wurde der Preis am Freitagabend (04.09.) im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Die Übergabe übernahmen Stiftungs-Geschäftsführerin Birte Kreft und Vorstandsvorsitzender Joachim Unseld. Eine fünfköpfige Jury wählte das Buch dafür aus den 25 „Schönsten Deutschen Büchern“ aus. Diese waren zuvor aus rund 600 Einsendungen hervorgegangen.
In ihrer Begründung hebt die Jury vor allem die leuchtenden Neonfarben hervor sowie die stilistische Vielfalt des Buches. Denn flächige Bilder in rauem Kreidestrich treffen darin auf feine Outline-Zeichnungen. Zusätzlich verleihen Frottagen den Hintergründen Tiefe. Als Kapiteltrenner dienen außerdem grafisch umgesetzte Lösungsmatrixen mit Ja-Nein-Abzweigungen. Sie führen spielerisch durch mögliche Katastrophen des Alltags – etwa wenn man sich im Wald verlaufen hat.
Neben dem Hauptpreis wurden auch alle 25 prämierten Titel gewürdigt. Ebenso ausgezeichnet wurden die Preisträger:innen des „Förderpreises für junge Buchgestaltung“. Erstmals präsentiert wurde zudem der Katalog „Die Schönsten Deutschen Bücher 2026“, gestaltet vom Berliner Studio Pandan. Die prämierten Bücher gehen ab sofort auf Wanderausstellung. Erstmals sind sie dabei auch beim FORMAT(S) festival de design graphique in Straßburg zu sehen. Weiterhin zu Gast sind sie außerdem im Literaturhaus Frankfurt.
Für Verena Hochleitner ist es bereits die nächste große Auszeichnung. Denn im Vorjahr erhielt sie bereits den Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur.
