Der Verein Philosophicum Lech hat die Shortlist für den „Tractatus – Preis für philosophische Essayistik“ bekanntgegeben. Sechs Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann für die Shortlist ausgewählt.
Dieser Jury gehören seit 2023 die Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl (Ö), die Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin Catherine Newmark (CH) und der Literaturkritiker und Autor Ijoma Mangold (D) an.
Die Shortlist
- Andreas Dorschel: „Die Welt verändern. Poetik des Manifests“. Vittorio Klostermann. Februar 2026
- Maria-Sibylla Lotter: „Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild“. Carl Hanser Verlag. März 2026
- Philip Manow: „Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats“. C.H. Beck. Mai 2026
- Richard Schuberth: „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“. Edition Tiamat. März 2026
- Martin Warnke: „Large Language Kabbala: Eine kleine Geschichte der Großen Sprachmodelle“. Matthes & Seitz Berlin. Januar 2026
- Stefan Weidner: „Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten“. Carl Hanser Verlag. Oktober 2025
Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird Anfang September bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 25. September 2026 beim 29. Philosophicum Lech statt.
Philosophicum Lech 2026
Unter dem Titel „Betreutes Denken. Die neue Lust an der Unmündigkeit“ sind vom 22. bis 27. September 2026 namhafte Vortragende aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie benachbarten Disziplinen geladen, um die weitreichende Thematik aus unterschiedlichsten Blickwinkeln gegenwartsbezogen zu betrachten.
Der Tractatus – Preis für philosophische Essayistik
Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2026 zum achtzehnten Mal vergeben. Er ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000 Euro Preisgeld hoch dotiert und eine der wenigen Auszeichnungen für philosophische Essayistik.
„Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“, erläutert Konrad Paul Liessmann, der gemeinsam mit Barbara Bleisch die Intendanz des Philosophicum Lech inne hat, die Intention des Preises.
Im letzten Jahr ging der Preis an Eva Weber-Guskar für „Gefühle der Zukunft. Wie wir mit emotionaler KI unser Leben verändern“. Ullstein Verlag, 2024
Weitere Informationen finden auf der Website des Philosophicum Lech.
