Siegfried Lenz Preis an Norbert Gstrein

„Gstreins Prosa handelt vom Nicht-Auslotbaren, Nicht-Fixierbaren des Lebens – im Kontext der historischen Zerwürfnisse und Katastrophen des 20. und 21. Jahrhunderts. Beispiel- und meisterhaft werden diese Erzählstränge in Gstreins aktuellem Roman „Im ersten Licht“ (2026) zusammengebunden, der als großes Antikriegsbuch und als Erörterung der Schuld, die Menschen willentlich oder unwillentlich auf sich laden, zu lesen ist. Nicht zuletzt gilt es, in Norbert Gstrein einen Autor zu ehren, dessen Texte von einer gedanklichen Klarheit und stilistischen Brillanz geprägt sind, wie man sie in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur nur sehr selten findet,“ heißt es in der Jurybegründung.

Norbert Gstrein

Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er erhielt u. a. den Alfred-Döblin-Preis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, den Uwe-Johnson-Preis, den Österreichischen Buchpreis 2019, den Düsseldorfer Literaturpreis und den Thomas-Mann-Preis. Zahlreiche seiner Werke erschienen im Hanser Verlag, zuletzt „Im ersten Licht“.

Siegfried Lenz Preis

Mit dem Siegfried-Lenz-Preis werden alle zwei Jahre internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet, „deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist“.

Siegfried Lenz (1926-2014) war ein deutscher Schriftsteller und einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur.

Bisherige Preisträger:innen waren unter anderem der Israeli Amos Oz, der Engländer Julian Barnes, der Amerikaner Richard Ford sowie die amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Strout. 2024 ging der Preis an die irische Schriftstellerin Claire Keegan. Mit Norbert Gstrein wird der erste deutschsprachige Autor mit dem Siegfried Lenz Preis gewürdigt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Siegfried Lenz Stiftung.

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Norbert Gstrein (c) Isolde Ohlbaum