Dorothee Elmiger erhält den Schweizer Buchpreis 2025. Nach dem Deutschen Buchpreis und dem Bayrischen Buchpreis wird Elmiger für ihr Werk „Die Holländerinnen“ bereits zum dritten Mal ausgezeichnet
Mit der Auszeichnung, die im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel vergeben wurde, setzte sich Elmiger gegen die weiteren Nominierten Nelio Biedermann („Lázár“), Meral Kureyshi („Im Meer waren wir nie“), Jonas Lüscher („Verzauberte Vorbestimmung“) und Melara Mvogdobo („Grossmütter“) durch.
Jurybegründung
„Eine bekannte Schriftstellerin erkennt, dass sie an die Grenzen ihres Schreibens gekommen ist. Vor Jahren fuhr sie für ein Theaterprojekt in die lateinamerikanischen Tropen – ein gefragter Regisseur wollte den Fall zweier verschwundener Holländerinnen rekonstruieren. Die Reise in den Dschungel wird für die Gruppe zur Grenzerfahrung. Es entsteht ein Netz von abgründigen Geschichten, die sie einander erzählen. In einem Zustand zunehmender Auflösung stellen sich Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Lebens und den Möglichkeiten der Kunst. Elmiger lotet die Grenzen des Erzählbaren aus und legt zugleich einen Beweis für die ungeheure Kraft der Literatur vor.“
Die Preisträgerin Dorothee Elmiger
(*1985 in Wetzikon) lebt als freie Autorin und Übersetzerin in New York. Ihre Bücher „Einladung an die Waghalsigen“ (2010), „Schlafgänger“ (2014) und „Aus der Zuckerfabrik“ (2020) wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für die Bühne adaptiert und vielfach ausgezeichnet.
Der Schweizer Buchpreis
Elmiger erhält für die Auszeichnung 30.000 Franken, die weiteren Nominierten je 3.000 Franken. Für den diesjährigen Schweizer Buchpreis haben 50 Verlage insgesamt 94 Bücher eingereicht. Der Preis wurde 2008 von dem Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband ins Leben gerufen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Schweizer Buchpreises.
