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Oskar-Pastior-Preis 2016 geht an Anselm Glück

Der österreichische Schriftsteller und Maler Anselm Glück erhält den mit 40.000 Euro dotierten Oskar-Pastior-Preis 2016, der von der Oskar-Pastior-Stiftung am 1. Juli im Literaturhaus Berlin verliehen wird.


Als Schriftsteller wie als Maler und Zeichner habe Anselm Glück „Werke geschaffen, die der experimentellen und konkreten Kunst verpflichtet, eine sehr eigene, unverwechselbare Diktion aufweisen. Zu seinen Techniken gehören Montage und Collage ebenso wie Erzählen als Nichterzählen, beziehungsweise ein gestisches Sprechen, das die Dinge, von denen gesprochen wird, wie vorgezeigt erscheinen läßt“, heißt es in einer Mitteilung der Oskar-Pastior-Stiftung.

In seinem literarischen Schaffen bezieht sich Glück ausdrücklich auf die Wiener Gruppe. Frühe Werke von ihm sind stumm (1977), falschwissers totenreden(t) (1981) und ohne titel (1984). Es folgten meine arme sind herz genug (1985), die eingeborenen sind ausgestorben (1987) und, mit eigenen Illustrationen versehen, ich muss immer daran denken (1988). Vom Droschl Verlag wechselte Glück schließlich zu Jung und Jung, wo 2007 Die Maske hinter dem Gesicht und 2009 Schatten abtasten erschien. Der Ritter Verlag brachte zuletzt den durch Bilder ergänzten Band Gemeinsam üben (2012) heraus.

Anselm Glück, geboren 1950 in Linz, lebt in Wien. Maler, Zeichner, Schriftsteller. 1991/92 Stadtschreiber in Graz, wo er auch eine Poetikvorlesung an der Universität hielt. 1988 Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg Bachmann Preis. 1996 Literaturpreis des Landes Steiermark. 2008 Preis der Literaturhäuser.

Zum Preis
Die 2008 gegründete Oskar-Pastior-Stiftung vergibt den Oskar-Pastior-Preis. Ausgezeichnet werden AutorInnen, deren Werk in der Tradition der Wiener Gruppe, des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie und von OULIPO (der Werkstatt für potentielle Literatur) steht.
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einer Preissumme von 40.000 Euro dotiert. Bewerbungen um den Preis sind nicht möglich. Der Sitz der Stiftung befindet sich im Literaturhaus Berlin.
Zum Stiftungsrat (gleichzeitig die Juroren des Preises) gehören aktuell: Marcel Beyer, Ernest Wichner (Vorsitzender), Herta Müller, Dierk Rodewald, Ulf Stolterfoht, Christina Weiss.

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