Der Buchklub erreicht nach eigenen Angaben jährlich rund 400.000 Kinder und stellt Schulen ausgewählte Literatur sowie begleitende Materialien zur Verfügung. Zudem übernimmt er eine vermittelnde Rolle zwischen Verlagen, Autor:innen, Illustrator:innen und Bildungseinrichtungen.
Der Buchklub finanziere sich bislang größtenteils selbst, insbesondere durch den Direktvertrieb von Lesefördermaterialien an Schulen. Angesichts steigender Kosten für den Schulbesuch, werden jedoch gerade Materialien zur Leseförderung und Literaturvermittlung häufiger eingespart. Öffentliche Förderungen durch Bundesstellen decken derzeit weniger als 20 Prozent des Budgets und sind überwiegend projektgebunden. Eine Beteiligung der Bundesländer fehle bislang vollständig.

„Eine vergleichbare Organisation neu aufzubauen – so überhaupt möglich – würde viel Zeit und Geld benötigen. Es wäre stattdessen sehr viel sinnvoller und kostensparender, den Buchklub, mit seiner bestehenden Infrastruktur und seinem österreichweiten Netzwerk, zu erhalten und auszubauen.
Dabei wäre die Lösung naheliegend: Mit einer zusätzlichen Basisfinanzierung von rund 300.000 Euro jährlich könnte der Fortbestand des Buchklubs gesichert werden. Das entspricht weniger als einem Euro pro erreichtem Kind. Um mehr Investitionen in eine nachhaltige Leseförderung kommen wir so oder so nicht herum,“ so der Buchklub der Jugend.
Neben der öffentlichen Hand fordert der Buchklub auch Sozialpartner, Organisationen und Unternehmen auf, sich stärker an der Finanzierung zur Leseförderung zu beteiligen.
Aktion „Laut für das Lesen“ am Welttag des Buches
Der Buchklub ruft gemeinsam mit der IG Autorinnen Autoren und dem Österreichischen Schriftsteller/innen-Verband zur Kunstaktion „Laut für das Lesen“ auf. Die Aktion findet am Welttag des Buches, dem 23. April um 11:00 Uhr am Ballhausplatz statt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Buchklubs der Jugend.
