Der insolvente Göttinger Steidl-Verlag hat die Rechte an den Werken von Literaturnobelpreisträger Günter Grass verloren.Die Günter und Ute Grass Stiftung hat die Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus bereits im Mai beendet. Damit sind die Rechte am Werk des 2015 verstorbenen Schriftstellers derzeit vakant.
Das deutsche Verlagshaus Steidl hat mit einer finanziellen Schieflage zu kämpfen. Das Amtsgericht Göttingen hat am 10. Juli ein vorläufiges Insolvenzverfahren über den Steidl-Verlag eröffnet.
Verleger Gerhard Steidl nennt vor allem gestiegene Kosten für Papier und Energie sowie einen Rückgang der Verkäufe ins Ausland als Gründe für die schwierige Lage. Neben den Werken von Günter Grass veröffentlichte der Steidl Verlag auch Bücher bekannter Persönlichkeiten, darunter Karl Lagerfeld und Bryan Adams.
Wie jetzt bekannt wurde, hat die Günter und Ute Grass Stiftung die Zusammenarbeit mit dem Göttinger Steidl-Verlag bereits im Mai beendet. Die Stiftung ist Erbin der Urheberrechte am Werk von Günter Grass, der 2015 starb.
Der Steidl Verlag hatte die Grass-Rechte seit 1993 gehalten. Die Stiftung führe nun Gespräche mit anderen Verlagen, diese seien aber noch vertraulich.
Autor Günter Grass bei der Europäischen Schriftstellerkonferenz in Den Haag 1982 (c) Marcel Antonisse / Anefo, CC0, via Wikimedia Commons
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