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Musikhaus Doblinger feiert 200-jähriges Bestehen

Die älteste Buch- und Musikalienhandlung Österreichs wurde 1817 von Friedrich Mainzer gegründet. Der Traditionsbetrieb bietet heute eines der umfangreichsten Notensortimente Europas mit Stücken aus aller Welt. Mit zwei Konzerten im Frühjahr wird das Jubiläum auch musikalisch begangen.

Wien, 1817:  Ludwig van Beethoven empfängt einen Kompositionsauftrag aus London, der zur Entstehung der 9. Symphonie führt, Franz Schubert komponiert sein bekanntes Lied “An die Musik”, die Gesellschaft der Musikfreunde legt mit einer Singschule den Grundstein für die heutige Universität für Musik und darstellende Kunst – und: Das Musikhaus Doblinger in der Dorotheergasse 10 öffnet seine Tore und entwickelt sich weit über die Stadtgrenzen hinaus zu einer Instanz im Musikbetrieb.

Mit der Gründung einer Musikalienleihanstalt durch Friedrich Mainzer 1817 nahm die erfolgreiche Unternehmensgeschichte ihren Verlauf: Einige Jahre später wurde das Geschäft um eine Verkaufsabteilung erweitert. 40 Jahre nach der Gründung des Betriebs übernahm diesen Ludwig Doblinger, der bereits seit 1843 in der Branche tätig war. Als geschäftsführender Angesteller bei Franz Xaver Ascher in der Bognergasse erwarb Ludwig Doblinger mit einschlägigem Dienstzeugnis und Sicherheiten die nötigen Voraussetzungen für die Zulassung als selbstständiger Musikalienhändler. 1873 erfolgte nach Jahren der Wanderschaft die Rückkehr in die Dorotheergasse, wo das Musikhaus Doblinger auch heute noch zu finden ist.

Ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte wurde 1876 mit dem Kauf des Betriebs durch Bernhard Herzmansky gelegt, nachdem sich Ludwig Doblinger zur Ruhe setzte. Mit der Gründung eines Verlags stellte der junge Geschäftsmann das Unternehmen auf ein zweites Standbein, womit er in weiterer Folge das österreichische Musikleben entscheidend prägte: So wurden etwa die Werke der berühmten Komponisten Carl Michael Ziehrer, Franz Lehár, Ernst von Dohnányi, Carl Goldmark, Anton Bruckner oder Gustav Mahler im Haus verlegt und verkauft. Nach dem Tod von Bernhard Herzmansky führte Bernhard Herzmansky junior die Geschäfte weiter. Sein unaufhörliches Bestreben, in Sachen Verkauf und Produktion auf dem neuesten Stand zu bleiben und Zugkräftiges sowie künstlerisch Wertvolles anzubieten, kennzeichnete die weitere Entwicklung des Musikhauses.

Mit Christian Wolff, einem Enkel von Bernhard Herzmansky sen., und Helmuth Pany, einem Urenkel, setzte sich die familiäre Firmengeschichte bis zum Ururenkel Peter Pany fort, der sich seit 2009 als Inhaber und Geschäftsführer den neuen Herausforderungen der sich wandelnden Welt des Notendrucks stellt. Unermüdliche Modernisierungen stellen nach wie vor sicher: Im Musikhaus Doblinger sowie im Online-Shop des Unternehmens dürfen FreundInnen der Musik auf eines der umfangreichsten Notensortimente Europas mit Noten aus aller Welt zählen.

Anlässlich des Jubiläums lädt das Musikhaus Doblinger auch zu zwei Konzerten ein: Am 28 März findet ab 19.30 Uhr das Wienerlied-Chorkonzert im Schutzhaus “Zur Zukunft” statt, am 6. April begeht man das Jubiläum ab 19 Uhr mit einem Kooperationskonzert im Jospeh Haydn-Saal der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst, die 2017 ebenfalls ihr 200-jähriges Bestehen feiert.

Detaillierte Informationen zur Geschichte des Musikhauses und den Jubiläumsveranstaltungen finden Sie hier.

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