Der Loewe Verlag reagiert auf die zunehmende Zahl KI-generierter Titel im Buchmarkt mit einer eigenen Kennzeichnung: Künftig tragen die Bücher des Verlags im Online-Shop ein deutlich sichtbares Label mit dem Hinweis „Ohne KI“. Ziel sei, Leser:innen in einem immer unübersichtlicheren Angebot Orientierung zu geben.
Wie der Verlag mitteilte, sei insbesondere im Onlinehandel in den vergangenen Monaten ein deutlicher Anstieg von Büchern zu beobachten, die mithilfe generativer KI erstellt wurden. Auf großen Verkaufsplattformen sei für Kund:innen häufig nicht klar erkennbar, ob Texte und Illustrationen redaktionell begleitet oder automatisiert erzeugt wurden.
Zwar ist ab August eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte vorgesehen, doch aus Sicht des Verlags bleibt fraglich, wie konsequent diese in der Praxis umgesetzt werden wird. Vor diesem Hintergrund habe man sich zu dem Schritt entschlossen, selbst aktiv zu werden. Das Label stehe für klar definierte verlegerische Standards: vertragliche Vereinbarungen, strukturierte Prüfprozesse sowie ein persönliches, intensives Lektorat.
„Besonders im Kinderbuchbereich dienen Bücher nicht nur zur Unterhaltung, sondern unterstützen Kinder beim Lesenlernen, vermitteln Wissen, stärken Selbstvertrauen und fördern Empathie sowie Kreativität. Mit dem Label ‚Ohne KI‘ unterstreicht der Loewe Verlag seinen Anspruch, Familien weiterhin Bücher anzubieten, die auf Erfahrung, Sorgfalt und echter verlegerischer Arbeit basieren,“ heißt es vom Loewe Verlag.
