Leipziger Buchmesse 2027: Erstmals drei Gastländer

Zum ersten Mal in der Geschichte der Leipziger Buchmesse präsentieren sich 2027 mit Polen, Frankreich und Deutschland drei Länder – das sogenannte Weimarer Dreieck – gemeinsam als Gastland. Das Programm steht unter dem Titel „Beziehungsweise Europa“ und soll literarische Perspektiven aus Polen, Frankreich und Deutschland miteinander in Dialog bringen.

Getragen wird der gemeinsame Auftritt von den drei Kulturinstituten der Länder: dem Polnischen Institut, dem Institut français und dem Goethe-Institut.

Im Mittelpunkt des Gastlandauftritts steht das Thema Beziehungen – zwischen den drei Ländern und ihren Gesellschaften ebenso wie zwischen Wissenschaft, Literatur und anderen Künsten, zwischen verschiedenen literarischen Genres, zwischen Geschichte und Tradition sowie zwischen Mensch und Natur, Technologie und Medien.

Das Weimarer Dreieck ist ursprünglich ein außenpolitisches Forum. Polen, Frankreich und Deutschland haben sich dazu bekannt, die europäische Idee gemeinsam zu stärken und weiterzuentwickeln. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 steht es für Dialog, Verständigung und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft Europas.

Mit diesem Konzept löse sich der Gastlandauftritt bewusst vom klassischen Modell der Präsentation eines einzelnen Landes und von der Vorstellung einer „vermeintlich homogenen Nationalliteratur“.

„Vielmehr soll zwischen den Zeilen gelesen werden, zwischen den Sprachen, zwischen allen Identitätszuschreibungen. Der gemeinsame Gastlandauftritt betont: Austausch, Solidarität und Zusammenarbeit sind wichtiger denn je“, teilten die Veranstalter:innen der Leipziger Buchmesse mit.

Die nächste Leipziger Buchmesse findet von 18. bis 21. März 2027 statt.

Weitere Informationen zum Gastlandauftritt finden Sie auf der Website der Leipziger Buchmesse.

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