Der Ilse-Schwepcke-Preis für literarische Reiseliteratur von Frauen hat seine Shortlist 2026 bekannt gegeben. Vier Bücher stehen damit im Rennen um die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung. Besonders erfreulich für die heimische Verlagslandschaft: Gleich zwei der vier nominierten Bücher sind in österreichischen Verlagen erschienen: Marianne Jungmaiers „Kontinentaldrift“ im Otto Müller Verlag und Antje Rávik Strubels „Kein Schnee, nimmermehr“ bei Residenz.
Der Ilse-Schwepcke-Preis wurde 2024 ins Leben gerufen. Er würdigt herausragende Reiseliteratur von Frauen, und zwar getrennt für deutsch- und englischsprachige Titel. Benannt ist er nach Ilse Schwepcke, einer Verlegerin und Wegbereiterin für Reiseliteratur.
Die Shortlist im Überblick
Marianne Jungmaier führt mit ihrem Erzählband „Kontinentaldrift“ (Otto Müller Verlag) nach Armenien, New York, Mexiko, London und Pakistan. Dabei erzählt sie von Begegnungen, die aus Fremden Freund:innen werden lassen.
Anneke Lubkowitz wiederum spürt in „Rebellinnen zu Fuß“ (Kein & Aber) elf literarischen Wanderinnen nach, von Sophie von La Roche bis Octavia E. Butler. Sie zeigt dabei, wie eng Gehen mit weiblicher Autonomie verknüpft ist.
Caro Matzko reist in „Alte Wut“ (Piper) die Fluchtroute ihres Vaters aus Ostpreußen zurück. Denn sie fragt danach, wie sich dessen Kriegstrauma über Generationen fortgesetzt hat.
Und Antje Rávik Strubel folgt in „Kein Schnee, nimmermehr“ (Residenz Verlag) den Spuren des Skifahrens, vom ältesten Fortbewegungsmittel der Menschheit bis zum 90 Kilometer langen Vasalauf.
Verliehen wird der Preis am 9. Oktober 2026 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.
Der Preis und seine Jury
Für die deutschsprachige Jury sitzen heuer die Autorin Millay Hyatt, Buchhändlerin Maria Klöcker sowie Kulturjournalistin Martina Wimmer am Tisch. Die englischsprachige Auszeichnung ist mit 5.000 Pfund dotiert. Vergeben wird sie von einer eigenen Jury.
Weitere Informationen zu den nominierten Werken finden Sie auf der Website des Ilse-Schwepcke-Preises.
