Bloggerin sunnyblossom.liest im Interview

„Ich beobachte, dass viele Krimis heute psychologisch tiefgründiger werden“

Seit wann betreibst du deinen Blog, und was hat dich dazu inspiriert, mit dem Bloggen zu beginnen?

Ich habe meinen Blog im März 2023 gestartet, weil ich meine Hobbys Lesen und Fotografie mit meiner Leidenschaft und meinem Beruf im Bereich Social Media verbinden wollte. Es hat sich für mich einfach richtig angefühlt, Bücher nicht nur zu lesen, sondern sie auch kreativ in Szene zu setzen und meine Gedanken dazu zu teilen.

Wie würdest du deine persönliche Beziehung zum Lesen und deine Lesevorlieben beschreiben?

Lesen bedeutet für mich Entspannung und gleichzeitig das Eintauchen in neue Welten. Ich liebe es, Geschichten zu erleben, Emotionen zu spüren und mit den Figuren mitzufiebern. Ein gutes Buch lässt mich alles um mich herum vergessen und ich sehe die Handlung wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen – das ist für mich das schönste Gefühl.

Auf welchen Kanälen bist du aktiv, und wie groß ist deine Community jeweils?

Ich bin vor allem auf Instagram unter @sunnyblossom.liest aktiv und freue mich dort über rund 2.200 Follower:innen. Zusätzlich habe ich einen Blog unter https://sunnyblossomliest.com, auf dem ich längere Rezensionen veröffentliche – dort steht weniger die Reichweite im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, Bücher ausführlicher zu besprechen.

Welche Genres, Themen oder Formate stehen auf deinem Blog im Mittelpunkt?

Bei mir erwartet die Community eine bunte Mischung aus Rezensionen, Buchempfehlungen, Monatsrückblicken, Challenges und Einblicke in Buchevents. Ich teile, was mich als Leserin begeistert und inspiriert – immer mit ehrlicher Meinung.

Was fasziniert dich besonders an Kriminalliteratur und Thrillern?

Mich fesseln die Spannung, der Nervenkitzel und das Miträtseln – ich liebe es, herauszufinden, wer „der oder die Böse“ ist. Besonders packend finde ich Bücher, die zusätzlich aus Täter- oder Opferperspektive erzählen. Wenn Ermittlerfiguren über mehrere Bände hinweg so gut ausgearbeitet sind, dass man eine Bindung zu ihnen aufbaut, bin ich voll dabei. Und wenn dann auch noch die Ermittlungsarbeit realistisch und nicht zu träge beschrieben ist – perfekt!

Beobachtest du aktuelle Trends im Krimigenre – etwa wiederkehrende Themen oder Stilrichtungen?

Generell lese ich querbeet in diesem Genre und finde es spannend, wie vielfältig das Genre gerade ist, von brutalen Thrillern bis hin zu charmanten Krimis mit Wohlfühlfaktor. Ich beobachte auf jeden Fall, dass viele Krimis heute psychologisch tiefgründiger werden und die Ermittler:innen komplexere, oft auch verletzliche Charaktere sind.

Nach welchen Kriterien wählst du die Bücher aus, die du auf deinem Blog vorstellst?

Das ist ganz unterschiedlich – ich lese sowohl aktuelle Neuerscheinungen als auch Oldies der Krimiliteratur. Oft entscheide ich einfach nach Bauchgefühl: Wenn mich das Cover anspricht, ich positive Rezensionen dazu gelesen habe oder ich schon andere Bücher der Autorin oder des Autors mochte, greife ich zu. Dagegen lese ich mittlerweile kaum mehr Klappentexte (außer wenn ich ein Buch noch nie gesehen habe), da ich im Bereich der Spannungsliteratur schon häufig mit Themen gespoilert wurde, die erst ab der Hälfte des Buches passiert sind.

Wie würdest du deine Community beschreiben? Was schätzt du besonders an ihr?

Meine Community ist bunt gemischt, doch alle eint die Liebe zu Büchern. Viele teilen meine Begeisterung für Spannungsliteratur, einige betreiben selbst einen Buchaccount auf Instagram, andere lesen einfach gerne und lassen sich von meinen Empfehlungen inspirieren. Besonders schätze ich diejenigen, die auch in meinen Instagram-Storys aktiv mitdiskutieren – mittlerweile fühlt es sich mehr nach einem Freundeskreis als nach „Followern“ an.

Wie interagiert deine Community mit dir? Gibt es Formate oder Themen, die besonders gut ankommen?

Besonders viele Kommentare bekomme ich auf Beiträge mit bekannten oder gerade gehypten Büchern – da entstehen oft lebhafte Diskussionen in den Kommentaren. Auch persönliche Einblicke wie ein Rückblick auf mein Lesejahr kommen sehr gut an, vor allem, wenn sie zum Austausch anregen.

Worauf achtest du bei Kooperationen, und was können Verlage tun, um eine Zusammenarbeit mit dir für beide Seiten erfolgreich zu gestalten?

Mir ist wichtig, dass eine Kooperation authentisch bleibt und wirklich zu mir und meinen Lesevorlieben passt. Ich schätze es, wenn Verlage offen sind für kreative Ideen und mir bei der Umsetzung Freiraum lassen. Denn dann entstehen meist die schönsten Kooperationen, mit echtem Mehrwert für beide Seiten.

Vielen Dank für das Interview!

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