Der Preis ist nach dem österreichischen Schriftsteller und Journalisten Humbert Fink benannt. Nach Antonio Fian, Engelbert Obernosterer, Gustav Januš, Anna Baar, Axel Karner und Cvetka Lipuš ist Bertram Karl Steiner der siebente Preisträger des alle zwei Jahre alternierend mit dem Gert-Jonke-Preis vergebenen Humbert-Fink-Preises, der sich an Autorinnen und Autoren, die in deutscher und/oder slowenischer Sprache publizieren, richtet.
Bertram Karl Steiner
Geboren 1948 in Neunkirchen als Sohn des Malers und Bildhauers Karl Steiner begann seine berufliche Laufbahn als Lektor an der Université de Bretagne Occidentale in Brest. Später arbeitete er – unter Humbert Fink – bei der Kärntner Krone und war zudem als Korrespondent für den Standard tätig. Von 1990 bis 2014 gehörte er der Redaktion der Kärntner Tageszeitung an, zuletzt als Leiter des Kulturressorts. Darüber hinaus machte er sich als Chefredakteur der Kulturzeitschrift Die Brücke einen Namen. Für sein Engagement für die slowenische Volksgruppe wurde er 2010 mit dem „Einspieler-Preis“ ausgezeichnet.
Auch als Übersetzer und Autor hat sich Steiner profiliert: Er übertrug Werke aus dem Französischen und verfasste das Libretto zur Oper „Maximilian Kolbe“ von Dominique Probst. Zahlreiche Publikationen zum aktuellen Zeitgeschehen, unter anderem das Buch „Gegensätze“ (2014), erschienen im Hermagoras-Verlag.
Die Preisverleihung findet am 29. April 2026 im Musil-Haus in Klagenfurt statt. Die Jury besteht aus Alois Brandstetter und Günter Schmidauer. Die Laudatio halten Kulturjournalistin Irina Lino sowie Autor Günter Schmidauer.
Humbert Fink-Preis
Der Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt wird an Autorinnen und Autoren vergeben, die aus Kärnten stammen und sich über einen längeren Zeitraum hinweg durch ihr literarisches Engagement in der Kärntner Literaturlandschaft einen Namen gemacht haben. Er ist mit € 12.000 dotiert und richtet sich an Autorinnen und Autoren, die in deutscher und/oder slowenischer Sprache publizieren. Im Fokus steht der Aspekt der sprachkünstlerischen Qualität der Texte. Der Literaturpreis ist, was die Dichtungsgattungen betrifft, keinen Einschränkungen unterworfen und an keine Altersklausel gebunden.
Die Kulturreferentin bzw. der Kulturreferent der Landeshauptstadt Klagenfurt bestellt auf den zwischen Kulturamtsleitung und Leitung des Robert-Musil-Literatur-Museums akkordierten Vorschlag pro Preisvergabe eine Jury, bestehend aus zwei Personen, denen die Auswahl der Preisträgerin bzw. des Preisträgers obliegt. Die Jury entscheidet unter ausschließlicher Beachtung qualitativer Kriterien ohne Rücksicht auf persönliche Kontakte oder Beziehungen und legt eine schriftliche Begründung ihrer Wahl vor.
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