Der Preis für das „Buch des Jahres“ der Hamburger Literaturpreise geht an Jegana Dschabbarowas Debütroman „Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt“, übersetzt aus dem Russischen von Maria Rajer und im Zsolnay-Verlag erschienen.
Die Staatsrätin für Kultur und Medien Jana Schiedek verleiht die Auszeichnungen am 8. Dezember 2025 im Literaturhaus Hamburg.
Jurybegründung
„Der Debütroman der 1992 in einer aserbaidschanischen Familie in Jekaterinburg/Russland geborenen und heute in Hamburg lebenden Essayistin und Autorin, beschäftigt sich ebenso poetisch wie eindrücklich mit weiblichen Körpern in einer vom Patriarchat und dem Islam geprägten Gesellschaft. Der hochliterarische Text zeigt die Auswirkungen von Fremdenfeindlichkeit, den engen Grenzen sozialer Erwartungen und dem Fehlen von Freiheit.“
Die Preisträgerin Jegana Dschabbarowa
Jegana Dschabbarowa, geboren 1992 in einer aserbaidschanischen Familie in Jekaterinburg/Russland, ist Dichterin, Essayistin und Wissenschaftlerin. „Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt“ ist ihr Debütroman. 2024 war sie gezwungen, Russland zu verlassen, sie lebt heute in Hamburg.
Hamburger Literaturpreise
12 Literaturpreise in 8 Kategorien mit einer Gesamtsumme von 84.000 Euro schreibt die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg aus. Bewerben können sich Autor:innen und Übersetzer:innen, die in Hamburg oder im Gebiet ABCD des Hamburger Verkehrsverbundes ihren ersten Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben.
