Am Freitag, dem 21.11. wurde Alina Lindermuth im Rahmen des Kulturpreises des Landes Kärnten mit dem Förderpreis für Literatur für besondere Talente unter 40 Jahren (dotiert mit 5.000 Euro) ausgezeichnet. Bei Kremayr & Scheriau sind die beiden Romane „Fremde Federn“ (2023) und „Stammzellen“ (2025) erschienen.
Jurybegründung
„Alina Lindermuth, *1992 in Kärnten, ist eine Autorin, die gegenwärtige gesellschaftliche Probleme und Verwerfungen zum Gegenstand ihrer Literatur macht. Sie findet eine klare, einfühlsame Sprache, entwickelt eigenwillige und gewitzte Figuren, die Leser:innen seltsam vertraut vorkommen, und lässt uns in eine fiktionale Welt eintreten, die realer erscheint als uns lieb sein kann. In bislang drei Romanen hat Alina Lindermuth ihr literarisches Talent unter Beweis gestellt, was mit mehreren Stipendien und Preisen, u.a. dem Bruno-Gironcoli-Förderpreis der Stadt Villach gewürdigt wurde“, so die Begründung der Auszeichnung, die von LH Peter Kaiser, der Leiterin der Kulturabteilung des Landes Brigitte Winkler-Komar, und der Vorsitzenden des Kärntner Kulturgremiums Angelika Hödl, verliehen wurde.
Alina Lindermuth
Alina Lindermuth freut sich über die Wertschätzung ihrer Arbeit: „Obwohl mir als Schriftstellerin in erster Linie am Herzen liegt, was meine Romane bei den Leser:innen auslösen, ist es doch ein ganz besonderer Moment, wenn die Wertschätzung auch aus dem Kulturbetrieb kommt. Herzlichen Dank an LH Peter Kaiser, das Land Kärnten sowie die Jury für die Verleihung des Preises und den schönen Festakt. Es war inspirierend zu sehen, wie divers die Kärntner Kulturlandschaft ist und welche außergewöhnlichen Künstler:innen vom Süden Österreichs aus ihrer Berufung nachgehen.“
Alina Lindermuth wirde 1992 in Villach geboren. Nach dem Schulabschluss ging sie nach Indien, im Anschluss folgten Studien der Südasienkunde, BWL und VWL in Wien und Singapur. Ihr Text „Zum Schreien“ (2010) wurde mit dem Bachmann Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Für ihre Romane „Die Wahrscheinlichkeit des Zufalls“ (2020) und „Fremde Federn“ (2023) erhielt sie Preise und Stipendien, u. a. das Reisestipendium des BMKÖS für Sri Lanka, den Bruno-Gironcoli-Förderpreis und den Sonderpreis des Wiener Werkstattpreises. 2025 erschien ihr Roman „Stammzellen“, in dem Menschen zu Bäumen werden, und sie erhielt den Förderpreis des Kulturpreises des Landes Kärnten.
Kulturpreis des Landes Kärnten
Der Kulturpreis des Landes Kärnten wird jährlich vom Land Kärnten für besondere Leistungen in unterschiedlichsten Disziplinen vergeben. 13 Kultur-, Förderungs- und Würdigungspreise sind heuer mit gesamt 91.000 Euro dotiert und machen Leistungen von Kunst und Kultur sichtbar. Die Preisträger:innen werden vom Kärntner Kulturgremium vorgeschlagen und vom Kollegium der Landesregierung beschlossen. Den Hauptpreis erhielt heuer Barbara Kaltenbacher für ihre mathematischen Beiträge im Bereich Naturwissenschaften/technische Wissenschaften.
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