Die Europäische Kommission will vorschlagen, den Anwendungsstart der Entwaldungsverordnung um ein weiteres Jahr zu verschieben. Umweltkommissarin Jessika Roswall begründete den Schritt mit Kapazitätsproblemen beim IT-System. Die Verschiebung ist jedoch noch nicht offiziell: Man braucht die Zustimmung des EU-Parlaments.
Ursprünglich sollte die EUDR Ende 2024 in Kraft treten, nach der ersten Verschiebung ist derzeit der 30. Dezember 2025 als Stichtag vorgesehen. Das vorgesehene IT-System, mit dem die Nachvollziehbarkeit des Warenflusses erfasst werden sollte, würde den Anforderungen noch nicht standhalten. In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Umweltausschusses im EU-Parlament, Antonio Decaro sowie an den dänischen Umweltminister und Ratsvorsitzenden Magnus Heunicke erklärte Roswall, dass bei einem Start 2025 Verzögerungen oder Störungen des IT-Systems drohten.
Mit einer weiteren Fristverlängerung würden die Vorgaben Ende 2026 greifen. Ob neben der zeitlichen Verschiebung auch inhaltliche Anpassungen der Verordnung auf den Weg gebracht werden, ist bislang offen.
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