Bestseller-Analyse

E-Book-Bestseller in Österreich

PlatzTitelAutor:inVerlag
1.Onyx Storm – FlammengeküsstRebecca YarrosDTV Verlagsgesellschaft
2.WackelkontaktWolf HaasHanser
3.Letztes GlückskeksHerbert DutzlerHaymon Verlag
4.In einem ZugDaniel GlattauerDumont Buchverlag
5.Onyx StormRebecca YarrosPiatkus
6.Zwischen Ende und AnfangJojo MoyesRowohlt e-Book
7.Das Mädchen aus YorkshireLucinda RileyGoldmann
8.Culpa Nuestra – Unsere SchuldMercedes Roncbt
9.Das KalendermädchenSebastian FitzekDroemer eBook
10.TodesspurAndreas GruberGoldmann

Fantasy und New Adult boomen: Rebecca Yarros doppelt vertreten

Mit Onyx Storm von Rebecca Yarros taucht romantische Fantasy gleich zweimal in den Charts auf – sowohl auf Deutsch als auch im englischen Original. Die doppelte Nennung von Onyx Storm unterstreicht zudem den Trend, dass viele Leser:innen internationale Bestseller lieber im Original konsumieren – besonders im Bereich der romantischen Fantasy. Rebecca Yarros‘ Empyrean-Reihe, zu der auch Onyx Storm gehört, hat sich weltweit als Bestseller etabliert. Die Mischung aus Drachen, Magie und Romantik zieht ein breites Publikum an – und die Zahlen zeigen: Viele österreichische Leser:innen wollen die Geschichte in der Sprache erleben, in der sie ursprünglich verfasst wurde.

Dieser Trend zeigt sich zunehmend bei internationalen Fantasy-Reihen, wie etwa auch bei Sarah J. Maas‘ A Court of Thorns and Roses. Ob sich dieses Leseverhalten auch auf andere Genres überträgt, bleibt abzuwarten – doch im Bereich romantischer Fantasy ist das Interesse am Original offenbar stärker denn je. In den österreichischen New Adult-Charts ist Onyx Storm übrigens gleich drei Mal unter den Top 10 vertreten: In der englischen Originalausgabe, in der deutschen Übersetzung, erschienen bei dtv und in einer opulenten Sonderedition mit Farbschnitt.

Jugendromane und digitale Erfolge: Mercedes Ron und Culpa Nuestra – Unsere Schuld

Ein weiterer Bestseller, der in den Top 10 vertreten ist, ist Culpa Nuestra – Unsere Schuld von Mercedes Ron. Der Jugendroman spricht eine jüngere Zielgruppe an, die sich mit Themen wie Liebe, Schuld und dem Erwachsenwerden identifizieren kann. Besonders auffällig ist der digitale Erfolg des Buches. Eine starke Fangemeinde, die durch Social Media und vor allem durch Empfehlungen auf BookTok wächst, sorgt dafür, dass immer mehr junge Leser:innen auf das E-Book aufmerksam werden. Die Verfilmung auf Amazon Prime verstärkt zudem das Interesse an der Printausgabe und dem digitalen Pendant. Ein Paradebeispiel dafür, wie die digitale Welt die Buchindustrie beeinflusst und die Leserschaft über Plattformen wie TikTok und Co. mobilisiert.

Österreichische Krimis und Lokalkolorit: Heimatliche Spannung

Zwei österreichische Autoren finden sich ebenfalls in den Top 10 der aktuellen E-Book-Bestseller wieder: Andreas Gruber mit Todesspur und Herbert Dutzler mit Letztes Glückskeks. Beide Werke sind Kriminalromane, die in Österreich angesiedelt sind und die Eigenheiten der heimischen Landschaft und Kultur einfangen. Dutzlers Inspektor Gasperlmaier besticht mit seiner Mischung aus ländlicher Gemütlichkeit und charmantem Lokalkolorit – ein markantes Merkmal, das bei den Leser:innen gut ankommt. Das hohe Interesse an heimischer Kriminalliteratur unterstreicht, dass der österreichische Markt auch weiterhin eine Vorliebe für eigene Autoren und Geschichten aus der Region hat.

Gefühlvolle Romane und internationale Bestseller

In der Liste finden sich auch zwei international erfolgreiche Romane: Jojo Moyes’ Zwischen Ende und Anfang und Lucinda Rileys Das Mädchen aus Yorkshire. Beide Autorinnen sind bekannt für ihre einfühlsamen Geschichten, die große Gefühle und zwischenmenschliche Verbindungen thematisieren. Ihre Werke sprechen Generationen an und verbinden Vergangenheit und Gegenwart. Beide Titel finden sich nicht nur unter den E-Book-Bestsellern und belegen die nach wie vor große Beliebtheit von romantischen, gefühlvollen Erzählungen, die sich über Ländergrenzen hinweg etablieren.

Zur Auswertung

Die Bestseller werden vom Marktforschungsinstitut Media Control im Auftrag des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels durch die Absatzwege Sortimentsbuchhandel und E-Commerce ermittelt. Es werden knapp 90 Prozent aller Barverkäufe in Österreich abgedeckt. Was allerdings nicht berücksichtigt wird, sind die Verkaufszahlen von Tech-Giganten wie Amazon, Google oder Apple – diese melden ihre Daten weltweit nicht an Dritte.