„Unten leben“
George Bennett ist Filmemacher – und Mörder. Er tötet Menschen vor laufender Kamera, während er Anfang der Neunzigerjahre in Paraguay, Bolivien, Chile und Peru auf den Spuren seines Vaters unterwegs ist, einem sadistischen CIA-Agenten, der als Folterknecht für südamerikanische Diktatoren gearbeitet hat. Und das ist erst der Anfang dieses monströsen Romans.
„Patriau (…) baut aus verschachtelten Erzählebenen und historisch verbürgten Verbrechen ein ganzes Labyrinth aus Grausamkeit und Wahnsinn. Ein postmoderner Albtraum und ein überwältigender Versuch, die Katastrophengeschichte des 20. Jahrhunderts literarisch zu analysieren.“
Thomas Wörtche, Deutschlandfunk Kultur
Der Deutsche Krimipreis
Der Deutsche Krimipreis wird nunmehr zum 42. Mal verliehen. Mit dem Deutschen Krimipreis werden seit 1985 alljährlich Autorinnen und Autoren für Romane gewürdigt, in denen sie dem Genre literarisch gekonnt und inhaltlich originell neue Impulse geben. Unter der organisatorischen Obhut des Bochumer Krimi Archivs hat die Jury aus führenden Krimi-Kritiker:innen und Krimi-Buchhändler:innen die Neuerscheinungen des Jahres 2025 kritisch und unabhängig geprüft.
Die Siegertitel im Überblick
National
- 1. Platz: Andreas Pflüger: Kälter (Suhrkamp)
- 2. Platz: Zoran Drvenkar: Asa (Suhrkamp)
- 3. Platz: Susanne Tägder: Die Farbe des Schattens (Tropen)
International
- 1. Platz: Lavie Tidhar: Adama (Suhrkamp), deutsch von Conny Lösch
- 2. Platz: Liz Moore: Der Gott des Waldes (C.H. Beck), deutsch von Cornelius Hartz
- 3. Platz: Gustavo Faverón Patriau: Unten leben (Droschl), deutsch von Manfred Gmeiner
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Krimipreises.
