Deutscher Buchpreis: Zwei Titel aus österreichischen Verlagen auf der Longlist

20 Romane hat die Jury für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert, darunter zwei Titel aus österreichischen Verlagen: Elias Hirschls „Schleifen“, erschienen bei Zsolnay und Giuliano Musios „Aus anderem Holz“ aus dem Luftschacht Verlag. Insgesamt hat die Jury 205 Titel gesichtet.

Jurysprecherin Cornelia Geißler, Berliner Zeitung zur Longlist: „Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen. Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume. Wir sind sehr angetan davon, wie markant und erhellend biografische Mehrsprachigkeit in literarischen Reichtum mündet. Stilbewusst, innovativ, durchaus auch mit Witz zeigen die Autorinnen und Autoren die Verletztheit ihrer Figuren, begleiten Aufbrüche in eine andere Zukunft. Wie soll man sich zurechtfinden in einer Welt, in der Verunsicherung um sich greift? Wir sind überzeugt: Lesen hilft. Dies sind die Bücher dafür.“

Der Jury gehören neben Cornelia Geißler an: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (freie Kritikerin), Cornelia Geißler (Berliner Zeitung), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel) und Adam Soboczynski (DIE ZEIT).

Die Longlist im Überblick

Deutscher Buchpreis Longlist 2026
(c) Deutscher Buchpreis
  • Shida Bazyar: Die Lücken (Kiepenheuer & Witsch, September 2026)  
  • Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben (claassen, Februar 2026)  
  • Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter (Hanser, Februar 2026)  
  • Muri Darida: King Cobra (dtv, März 2026)  
  • Alisha Gamisch: Parasiti (Voland & Quist, März 2026)  
  • Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber, August 2026)  
  • Tomer Gardi: Liefern (Tropen, Februar 2026)  
  • Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle  (S. Fischer, August 2026)   
  • Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay, Januar 2026)  
  • Svenja Leiber: Nelka (Suhrkamp, Februar 2026)  
  • Leh-Wei Liao: Glaszeit (Luchterhand, August 2026)  
  • Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Galiani Berlin, Februar 2026)  
  • Giuliano Musio: Aus anderem Holz (Luftschacht, September 2026)  
  • Yade Yasemin Önder: Anti Müller (park x ullstein, Februar 2026)  
  • Lukas Rietzschel: Sanditz (dtv, März 2026)  
  • Ingo Schulze: Das Wasser im August (S. Fischer, August 2026)  
  • Heinz Strunk: Memories of Heidelberg (Rowohlt, Juli 2026)  
  • Karosh Taha: Gulistan (DuMont, August 2026)  
  • Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen (Aufbau, März 2026)  
  • Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp, September 2026)  

Ablauf

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 8. September 2026 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor:innen, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger:in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist:innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Buchpreises.

Deutscher Buchpreis Titel aus österreichischen Verlagen
(c) Luftschacht Verlag/Zsolnay Verlag
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Shortlist-Cover Collage Wiener Krimipreis 2026