„Die 1981 in Sarajevo geborene und heute in Wien lebende Mascha Dabić hat bislang als literarische Übersetzerin (u.a. einiger Texte von Barbi Marković) von sich Reden gemacht. Auch ihr Debütroman Reibungsverluste hat mit dem Übersetzen zu tun. Hauptfigur ist eine Dolmetscherin namens Nora, die bei Befragungen von Flüchtlingen und Emigranten tätig ist. Oft ist es diese Menschen kaum möglich, in ihrer Muttersprache über die erlittenen Traumata zu reden. Wie aber passen dann deren Lebensgeschichten in ein fremdsprachiges Formular? Die Dolmetscherin versucht Dinge zu vermitteln, die ohne Reibungsverlust nicht zu vermitteln sind. Damit ist Dabić an einer ganz aktuellen gesellschaftlichen Problematik dran. Das Buch Reibungsverluste aber ist mehr als nur ein sehr gut informiertes Statement. Es ist eine Literatur, die dies alles auf einen einzigen Tag aus dem Leben der Hauptfigur bezieht. Streng sequentiell gearbeitet und auch formal in hohem Maß überzeugend.“
1981 in Sarajevo geboren, übersetzt Literatur aus dem Balkanraum, u. a. Ausgehen von Barbi Marković für Suhrkamp. Studium der Translationswissenschaft (Englisch und Russisch). Lebt in Wien und setzt sich journalistisch mit dem Phänomen Migration auseinander (daStandard.at), arbeitet als Dolmetscherin im Asyl- und Konferenzbereich und lehrt an den Universitäten Innsbruck und Wien. Reibungsverluste ist ihr literarisches Debüt.
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