Nina Temanns Themen sind existenziell wie im Zyklus sagen lassen, wo das lyrische Ich nach den Grundbedingungen des Daseins fragt und eine zweite Seite des Selbst entwirft – das Spiegelgewicht: ich kannte mein Spiegelgewicht als liebe Gefährtin, als Füchsin, die neben mir schlich.
So faszinierend wie beunruhigend kann der poetische Schwebezustand in diesen Versen sein, in denen es keine fertige Weltbedeutung und keine zu deutenden oder kommentierenden Gewissheiten gibt. Im besten Sinne wohnt diesen Gedichten ein Fragen und Hinterfragen inne, als ständen wir mit der Dichterin erst am Anfang des Natur- und Welterlebens.
geboren 1995 in Leipzig, studierte Geographie in Wien und Halle sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2022 wurde sie mit dem Klopstockpreis für junge Lyrik ausgezeichnet. In ihrer Arbeit als Geographin beschäftigt sie sich mit dem Landschaftswandel. Seit 2024 Studium am Institut für Sprachkunst in Wien, wo sie auch lebt. Ihr Debüt erschient im Juni 2026.
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