„Wenn Schweigen laut wird, davon berichtet die Kärntner Slowenin und Bachmannpreisträgerin Maja Haderlap in ihrem Roman „Nachtfrauen“. Drei Frauen, drei Generationen und ihr Ringen um Autonomie. Mit Auszügen aus ihrem Debüt „Engel des Vergessens“ gewann Maja Haderlap 2011 den Bachmannpreis, in Folge wurde der Roman, verortet im südlichen Kärnten, zum Verkaufserfolg. In „Nachtfrauen“ kehrt die Schriftstellerin wieder in jene Grenzregion zurück. Der Besuch ihrer Mutter im Südkärntnernischen Dorf wird für Mira zur Zeitreise. Ihr eigentlicher Auftrag ist es, der Mutter den Auszug aus dem Haus, in dem sie seit Jahrzehnten lebt, schmackhaft zu machen. Die Reise zur Mutter in die Heimat führt in die Vergangenheit dreier Frauen unterschiedlicher Generationen, geprägt von bäuerlich-patriarchalen Strukturen. Die Frauenbiografien zwischen traumatischen Kindheitserlebnissen, ungelösten Konflikten und katholischen Dogmen verwebt Maja Haderlap eindrucksvoll und virtuos zu meisterhafter Literatur. „Nachtfrauen“ ist ein tief bewegender Roman von großer poetischer Kraft. “
Geboren in Bad Eisenkappel / Železna Kapla (Kärnten). Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik, anschließende Lehrtätigkeit an der Universität Klagenfurt und Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ingeborg- Bachmann-Preis (2011), dem Max Frisch-Preis (2018) und dem Christine Lavant Preis (2021).
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