Laß dich heimgeigen, Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe
12.03.2018,
Suhrkamp Verlag,
200 Seiten,
ISBN 978-3-518-42796-5,
22 €
„Es ist nicht der erste Dorfroman, den Josef Winkler dem verzweifelten Andenken seines Vaters und seiner Kärntner Heimat gewidmet hat. „Lass dich heimgeigen, Vater“ ist aber genau der Roman, der bisher gefehlt hat und ins zuvor immer nur vermutete Herz der Finsternis vorstößt – nämlich an den realen historischen Ort gelangt, der als Quelle des autoritären Verhängnisses gesehen werden kann. In dem Dorf Kamering liegt tatsächlich, von dem Vater verschwiegen, ein Massenmörder der SS begraben. Was als dichterischer Einfall eine verschmockte Allegorie wäre, ist als reales Faktum ein Schock, der alles für möglich Gehaltene überbietet und Winklers ohnehin enorme literarische Energie aufs neue entfesselt. Die Sätze, die sich in kreisenden, bohrenden, in schauerliche Tiefe grabenden Bewegungen entfalten, gehören zum wuchtigsten, was deutsche Prosa heute überhaupt bieten kann.“
wurde 1953 in Kärnten geboren. Nachdem er zunächst im Büro einer Oberkärntner Molkerei beschäftigt war, besuchte er die Abendhandelsakademie in Klagenfurt und arbeitete tagsüber im Betrieb eines Verlags, der Karl-May-Bücher produzierte. Seit 1971 war er in der Verwaltung der neuen Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt tätig. In seiner Freizeit besuchte er germanistische und philosophische Vorlesungen. Josef Winkler ist seit 1982 als freier Schriftsteller tätig. Er lebt derzeit in Klagenfurt.
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