„Media ist aus dem Kaukasus nach Österreich gekommen. Sie liest die neue Sprache langsam. Und Peter Waterhouse stockt, übersetzt, fragt, entdeckt mit ihr. Sein Thema, die Sprache, ist auch politisch brisant. Denn es ist die Sprache, die Flüchtlinge nicht aufnimmt, sondern noch einmal „aufgreift“, in Protokollen, Urteilen und Bescheiden. Gegen festsetzende Deutung setzt Waterhouse in seinem ebenso poetischen wie essayistischen Text ein märchenhaftes Wissen, er befragt mit berückendem Feingefühl Worte und was sie machen, liest Möglichkeitsräume der Literatur ein. Seine Fragen begegnen der fraglosen Welt des Gesetzes. Beginnt das Gespräch nicht erst, wenn der/die Andere eben nicht zu deuten ist? In diesem Sinn sprechen auch die Zeichnungen von Nanne Meyer mit dem Text, in einem sprachlich verzaubernden und auffällig schön gestalteten Buch.“
