Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war erzählt von den letzten Kriegstagen in der niederösterreichischen Provinz aus der Perspektive eines traumatisierten Mädchens. Nelli ist vermutlich 13, sie kann sich an nichts erinnern, bei einer Bauernfamilie findet sie Unterschlupf. Eines Tages taucht auf dem Mostviertler Hof auch ein geflohener russischer Zwangsarbeiter mit einem Bild aus der Kunstsammlung von Hermann Göring auf. Was sonst noch geschieht: drei Wehrmachtssoldaten treffen ein, der Russe wird als Deserteur standrechtlich verurteilt, ein amerikanischer Bomberpilot wird abgeschossen, ein Bub fällt in den Mühlbach. – In Nellis Erzählung werden alle gerettet. So ist es gewesen. Ist es so gewesen? So könnte es gewesen, sagt eine zweite Erzählerstimme. Bis zuletzt bleibt vieles in der Schwebe in dieser kunstvollen, atmosphärisch dichten und konzentrierten Erzählung. Ein leises, schmales, aber gewichtiges Buch.“
1961 in Amstetten/Niederösterreich geboren und lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Er erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, darunterder Österreichische Kunstpreis 2010. Zuletzt erschienen: Das Matratzenhaus und Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe. Eine Poetik der Kindheit (beide Deuticke, 2012).
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