Die Jury: „Frage nach der Schuld des Beobachters und der Schuld aller, die das Beobachtete konsumieren. Sabine Grubers genau konstruierter Roman erzählt von Krieg, Wahrheitsfindung und großer Liebe: Bruno Daldossi ist ein erfolgreicher Fotograf, spezialisiert auf die Arbeit in Krisengebieten. Nach vielen Jahren, in denen er in Tschetschenien, im Irak, im Sudan oder in Afghanistan fotografiert hat, wird er, mit Anfang Sechzig, von seinem Magazin in Pension geschickt, seine langjährige Lebensgefährtin verlässt ihn, und der Alkohol ist auch kein Halt. In seiner Trauer, auch um den Liebesverlust, mischt sich immer stärker die Frage, wie mit dem Leid der Welt, das er in seinen Bildern festhält, zu leben und damit umzugehen ist. Wie viel Nähe halten wir aus, ist überhaupt möglich? Sabine Gruber hat sechzehn Bildbeschreibungen – wie einen Katalogtext – in den Roman eingebaut, aber kein einziges Bild. Und doch gibt es sie, die magischen Momente.“
1963 in Meran geboren, lebt heute in Wien. Seit 1984 veröffentlichte sie zahlreiche Romane, Gedichte, Hörspiele und Theaterstücke. Zudem verfasste Gruber eine Vielzahl an Essays, Rezensionen und Glossen. Für ihre Werke erhielt die Autorin mehrere Stipendien und Preise, zuletzt 2016 den Österreichischen Kunstpreis für Literatur. Daldossi oder Das Leben des Augenblicks handelt von Trennung, Leid und Krise sowie der Frage, damit umzugehen.
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