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Marie Gamillscheg

Alles was glänzt

19.03.2018, 
Luchterhand Literaturverlag, 
224 Seiten, 
ISBN 978-3-630-87561-3, 
10 €

Marie Gamillschegs Roman „Alles was glänzt“ ist eine beeindruckende Fallstudie über ein absterbendes Gemeinwesen. Wer noch in dieser abgelegenen Bergbausiedlung lebt, wird eines Tages vielleicht tatsächlich vom in sich zusammenstürzenden Berg verschlungen. Auch deshalb wird ein tödlicher Autounfall zu Beginn fast zum Bild für das nahe Ende des ganzen Ortes. Dass ausgerechnet hier ein Regionalmanager einen Neustart versuchen soll, ist mehr skurril als erfolgversprechend. Marie Gamillscheg wählt eine Handvoll Figuren, deren Schicksal sie abwechselnd erzählt. Es sind keineswegs dumpfe Einschicht-Charaktere. Im Gegenteil, sie alle haben eine scharfe Beobachtungsgabe, die aus der Art, wie Menschen sich bewegen oder sprechen, vieles über deren Eigenarten und Vorgeschichten herauszulesen versteht. Und mit sicherer Hand nutzt die Autorin kleine sprachliche Schräglagen, um sich an ihre Figuren heranzutasten.“

Kategorien: Österreichischer Buchpreis, Shortlist Debütpreis, Preisträger:innen Debütpreis
Marie Gamillscheg
autorin Marie Gamillscheg
© Leonie Hugendubel

geboren 1992 in Graz, lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u. a. für ZEIT Campus. 2015 erhielt sie den Literaturförderungspreis der Stadt Graz und den New German Fiction Preis, 2016 Einladung zum Klagenfurter Literaturkurs und Arbeitsstipendium des Berliner Senats, sowie 2017 Aufenthaltsstipendium in Schöppingen. Sie veröffentlichte bereits in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (u. a. Edit, Lichtungen, Poet, Literarische Welt).