„Ein Soldat beginnt um 19.00 Uhr seinen Dienst an einem Wachturm in Grenznähe. Seine Aufgabe besteht darin, die nächsten 12 Stunden dort allein auszuharren, um die Grenze zu sichern – niemand darf durch den Maschendrahtzaun hindurch. Es wird von Stunde zu Stunde dunkler, und schließlich schlägt auch das Wetter um. Düstere Gedanken tauchen auf, Erinnerungen werden wach und je länger die Nacht andauert, desto mehr spürt man, dass das eigentliche Drama nicht mehr lange auf sich warten lässt. Gerhard Jäger zieht einen förmlich in seine Geschichte, man folgt ihm atemlos und ahnt nach und nach Schreckliches. Er versteht es in seinem zweiten Roman „All die Nacht über uns“, die Leserin und den Leser mit existenziellen Fragen zu konfrontieren, ohne dabei moralisch zu werden. Ein Buch, das einen lange nicht loslässt.“
