Die Herausforderungen im Buchhandel machen nicht an den Landesgrenzen halt: Nach einem schwachen ersten Halbjahr in Österreich zeigen auch die Marktdaten aus Deutschland und der Schweiz Rückgänge bei den Verkaufszahlen. Die Schweiz entwickelt sich im DACH-Raum-Vergleich am stabilsten.
In Österreich sank der Umsatz des Gesamtmarktes von Jänner bis Juni um -3,7 Prozent, der Absatz ging um -5,3 Prozent zurück. Besonders der stationäre Buchhandel stand unter Druck: Hier verringerte sich der Umsatz um -5 Prozent, die Zahl der verkauften Bücher sank um -7,4 Prozent. Der durchschnittliche Buchpreis stieg im selben Zeitraum um +1,7 Prozent gegenüber Jänner bis Juni 2025.
Die detaillierte Analyse des ersten Halbjahres in Österreich finden Sie hier.
Auch in Deutschland belastete die anhaltend schwache Konsumstimmung den Buchhandel. Die Umsätze in den zentralen Vertriebswegen gingen im ersten Halbjahr 2026 um -4,1 Prozent zurück, der Absatz verringerte sich um -4,5 Prozent. Im stationären Buchhandel lag der Umsatz -2,7 Prozent, der Absatz -4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Buchpreis stieg um +0,4 Prozent an.
In der Schweiz entwickelte sich der Markt robuster als in den Nachbarländern. Für den Deutschschweizer Buchmarkt sank der Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -1,0 Prozent. Die Absatzmenge ging um -1,5 Prozent zurück, während der durchschnittliche Verkaufspreis pro verkauftem Buch um +0,5 Prozent zulegte und den rückläufigen Absatz teilweise kompensierte. Der Schweizer Buchhandels- und Verlagsverband (SBVV) spricht von einer seitwärts gerichteten Marktentwicklung.
