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Buchhandelsstudie zum Welttag des Buches 2016

Steigende Kosten und die Konkurrenz des globalen Online-Handels setzen Sortimenter zunehmend unter Druck. Das ergab eine vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und Thalia beauftragte Studie zur wirtschaftlichen Situation des stationären Buchhandels in Österreich.

Eine aktuelle Studie rückt den stationären Buchhandel in den Fokus. Er ist Garant für eine vielfältige Buchkultur, aber auch relevanter Wirtschaftsfaktor der österreichischen Volkswirtschaft: Der Jahresumsatz beträgt mehr als 730 Millionen Euro und ist damit höher als jener aus der heimischen Kino- und TV-Filmproduktion. Trotz steigender Umsätze wird die Situation vieler Betriebe immer prekärer.

Die vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) und Thalia bei Friedrich Schneider (Johannes Kepler Universität Linz) beauftragte Studie zur wirtschaftlichen Situation des stationären Buchhandels in Österreich zeigt die beachtliche Wertschöpfung der Buchbranche in der heimischen Volkswirtschaft: Der Gesamtumsatz des Bucheinzelhandels für gedruckte Bücher (inkl. Lernmaterialien und Lehrbücher sowie Zeitungen und Zeitschriften) betrug 2015 mehr als 730 Millionen Euro. Zum ersten Mal seit einigen Jahren erzielt der Buchhandel im ersten Quartal 2016 ein leichtes Umsatzwachstum (3,6 Prozent), im Gegensatz zu den von der Schneider-Studie monatlich ermittelten Zahlen des GfK Entertainment ist die Lage nach den vergangenen Jahren (-1,1 Prozent 2015 und – 2,0 Prozent 2014) nach wie vor problematisch. Im ersten Quartal 2016 erzielte der Buchhandel erstmals seit einigen Jahren ein leichtes Umsatzwachstum (3,6 Prozent), wie aus den vom GfK monatlich ermittelten Auswertungen – unabhängig von der Schneider-Studie – hervorgeht. Dennoch ist die Lage nach den vergangenen Jahren (GfK: -1,1 Prozent 2015 und – 2,0 Prozent 2014) weiterhin problematisch. Gerade zum Welttag des Buches wird besonders augenscheinlich, dass der Sortimentsbuchhandel das Stadtbild und den Veranstaltungssektor durch zahlreiche Buch-Events und Lesungen belebt. Buchhandlungen leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Kulturvermittlung.

Im Gegensatz zum globalen Online-Handel zahlt der stationäre Buchhandel im Inland Gehälter, Mieten und Steuern. Rund 400 österreichische Vollsortimentsunternehmen beschäftigen in Österreich mehr als 3.000 MitarbeiterInnen. Von 2005 bis 2015 stiegen die Raumkosten (Mieten, Betriebskosten) um 39,6 Prozent, die Personalkosten um 43,6 Prozent. Im Vergleichszeitraum entwickelten sich die Verbraucherpreise um 20,6 Prozent nach oben, die Buchpreise allerdings nur um 7,2 Prozent. Damit ist die wirtschaftliche Existenz vieler Buchhandlungen mittelfristig nicht mehr gesichert. Um die Wettbewerbsfähigkeit des lokalen Buchhandels zu stützen, ist es unabdingbar, “Steuerschlupflöcher für global agierende Unternehmen zu schließen und die Rahmenbedingungen für den lokalen Handel zu adaptieren. Letztendlich müssen auch die Verlage ihre Preispolitik überdenken. Ohne ein Bündel unterstützender Maßnahmen können österreichische Sortimente künftig ihre Geschäfte an frequenzstarken Orten nicht mehr erhalten”, so Hauptverbands-Präsident Benedikt Föger.

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