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Bremer Literaturpreis 2017 geht an Terézia Mora

Der mit 20.000 Euro dotierte Literaturpreis wird der Schriftstellerin und Übersetzerin am 23. Jänner im Rathaus von Bremen verliehen. Terézia Mora erhält die Auszeichnung für ihren 2016 erschienenen Erzählband Die Liebe unter Aliens (Luchterhand).

Die literarische Auszeichnung wird seit 1962 durch die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung vergeben, 1977 wurde der Bremer Literaturpreis um den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis ergänzt. Die Vergabe der Preise erfolgt durch eine Fachjury, die sich diesmal aus Roman Bucheli, Richard Kämmerlings, Barbara Lison, Lothar Müller, Wiebke Porombka, Daniela Strigl und Henning Ahrens zusammensetzte.

In der Begründung für die Vergabe des Literaturpreises an Terézia Mora strich die Jury unter anderem die Fähigkeit der Autorin hervor, in Die Liebe unter Aliens mit “Nüchternheit und Emphase gleichermaßen das Innenleben ihrer Figuren zu Panoramen der Seele auszufalten.” Zudem betont die Jury: “Ihre genau komponierten Texte erzählen von Einsamkeit und Verlorenheit, handeln von den Augenblicken des kurzen Glücks, von der Sehnsucht nach Liebe und vom anhaltenden Scheitern vor den Ansprüchen des Alltags.”

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron geboren, seit 1990 lebt die Autorin und Übersetzerin in Berlin. Mit dem Erzählband Seltsame Materie (Rowohlt) erschien 1999 ihr literarisches Debüt. Ihre darin enthaltene Erzählung Der Fall Ophelia wurde 1999 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für den Roman Das Ungeheuer (Luchterhand) wurde Terézia Mora 2013 der Deutsche Buchpreis verliehen.

Der mit 6.000 Euro dotierte Förderpreis 2017 geht an Senthuran Varatharajah und seinen Debüt-Roman Vor der Zunahme der Zeichen (S. Fischer), “in dem ein junger Mann aus Sri Lanka und eine junge Frau aus dem Kosovo von ihren Herkunftswelten und ihrer Ankunft in Deutschland erzählen und zugleich eine Forschungsreise in ihre neue Sprache unternehmen”, wie die Fachjury festhält. Der 1984 in Sri Lanka geborene Autor lebt in Berlin.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(c) Peter von Felbert
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