Bookpact.ai: Niederländische Verlage gründen eigene Plattform für KI-Nutzung

Eine Gruppe niederländischer Buchverlage hat mit Bookpact.ai eine gemeinsame Plattform vorgestellt, über die künftig die Nutzung von Büchern durch KI-Unternehmen strukturiert geregelt werden soll. Mit Zustimmung der Autor:innen können Verlage auf Bookpact festlegen, welche Titel für welche lizenzierte Nutzung freigegeben werden dürfen (Training, Übersetzung, Zusammenfassungen etc.).

Die Verlage VBK, WPG, Lannoo und Maven sowie der Distributor CB haben Bookpact.ai ins Leben gerufen. Bookpact.ai ist eine zweiseitige Plattform, der sich Verlage auf der einen und KI-Unternehmen auf der anderen Seite anschließen können.

Über die Plattform sollen Verlage im sogenannten Opt-in-Verfahren für einzelne Titel festlegen können, ob und in welchem Umfang diese von KI-Unternehmen genutzt werden dürfen. Auch Fragen der Vergütung sowie der Transparenz über die konkrete Verwendung der Inhalte sollen darüber geregelt werden.

Hintergrund der Initiative ist die zunehmende Nutzung urheberrechtlich geschützter Bücher für das Training von KI-Modellen, häufig ohne ausdrückliche Zustimmung oder kompensierende Lizenzmodelle. Mit der neuen Infrastruktur wollen die beteiligten Verlage nach eigenen Angaben eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber KI-Anbietern schaffen und zugleich mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Inhalte behalten.

Die Initiative verweist zudem auf die sich verschärfenden regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU, insbesondere im Zusammenhang mit dem AI Act und steigenden Anforderungen an Transparenz und Urheberrechtskonformität.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Bookpact.ai.

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