Als Grund für diesen Schritt nennt die Verlagsgruppe veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Diese „haben sich in den letzten Jahren drastisch verändert, so dass wir gezwungen sind, unsere etablierten Prozesse deutlich genauer zu hinterfragen. Intensive und konsensorientierte Gespräche mit Mohr Morawa sowie Vertreterinnen und Vertretern des österreichischen Buchhandels haben jedoch keine Lösung aufgezeigt, wie die Belieferung in gleicher oder veränderter Form über Mohr Morawa hätte aufrechterhalten werden können,“ so Christian Schumacher-Gebler, CEO der deutschen Bonnier Gruppe.
Auch seitens Mohr Morawa wird die Entscheidung mit wirtschaftlichen Faktoren begründet. Auf Anfrage des anzeigers erklärt Geschäftsführer Rainer Fritthum: „Nachdem die Verlagsgruppe Bonnier sich dazu entschieden hat, zukünftig Thalia Österreich (sowohl stationär als auch online) direkt über Deutschland mit ihrem Verlagsprogramm beliefern zu wollen, ist somit ein wichtiger Umsatzanteil unserer gemeinsamen Auslieferungsvereinbarung weggefallen. Dadurch lässt sich für Mohr Morawa eine wirtschaftlich tragfähige Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe Bonnier leider nicht mehr darstellen. Verlierer ist der österreichische Buchhandel, der sich beim Bezug nun zwischen dem langsamen und aufwendigen Verlegerbeischluss oder dem teuren Barsortiment entscheiden kann.“
