Die Autorin Lena Schätte wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 ausgezeichnet. Für ihren Text „Was wir tragen“ erhielt sie bei den „50. Tagen der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt die höchste Jurywertung. Zusätzlich wurde sie mit dem Publikumspreis sowie dem Festivalschreiber geehrt und zählt damit zu den mehrfach ausgezeichneten Stimmen des Wettbewerbs.
Nach drei intensiven Lesetagen im Rahmen des Jubiläums der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur fand die Preisverleihung im ORF-Theater in Klagenfurt statt.
Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2026, dotiert mit 30.000 Euro, ging an Lena Schätte. Mit ihrem Text „Was wir tragen“ überzeugte sie die Jury durch sprachliche Präzision und inhaltliche Tiefe. Sie las auf Einladung von Juror Thomas Strässle. Neben dem Hauptpreis erhielt Schätte auch den mit 7.000 Euro dotierten BKS Bank-Publikumspreis. Darüber hinaus wurde ihr das mit 3.000 Euro dotierte „Festivalschreiber“-Stipendium des Carinthischen Sommers zugesprochen, das an den Publikumspreis gekoppelt ist. Damit ist sie dreifache Preisträgerin des Wettbewerbs.
Die diesjährige Ausgabe markierte ein besonderes Jubiläum: Zum 50. Mal fanden die Tage der deutschsprachigen Literatur statt und bestätigten einmal mehr ihre zentrale Bedeutung für die Gegenwartsliteratur. Die hohe Qualität der Texte sowie die engagierten Jurydiskussionen prägten auch diese Ausgabe.
Lena Schätte
Lena Schätte, geboren 1993 in Lüdenscheid, debütierte 2014 mit dem Roman »Ruhrpottliebe«. In den Folgejahren arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet, bis sie 2020 ein Studium des Literarischen Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. Heute betreut sie suchtkranke Menschen in Lüdenscheid – und schreibt. Für ihren Roman »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« wurde Lena Schätte mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis und dem Förderpreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet; der Roman stand zudem auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025.
Weitere Auszeichnungen
Den KELAG-Preis, gestiftet von der Kärntner-Elektrizitäts-Aktiengesellschaft und mit 15.000 Euro dotiert, erhielt Kinga Tóth, die auf Einladung von Brigitte Schwens-Harrant las.
Der Deutschlandfunk-Preis, dotiert mit 12.500 Euro, ging an Ozan Zakariya Keskinkiliç, eingeladen von Mara Delius.
Der 3sat-Preis in Höhe von 7.500 Euro wurde an Magdalena Schrefel vergeben, die auf Einladung von Laura de Weck am Wettbewerb teilnahm.
Insgesamt wurden im Rahmen der Jubiläumsausgabe sechs Preise vergeben. Die Veranstaltung wurde vom ORF-Landesstudio Kärnten ausgerichtet und erreichte durch die mediale Begleitung ein breites Publikum weit über Klagenfurt hinaus.
Auf der Homepage des ORF finden Sie weitere Informationen zu den Texten, Autor:innen und Jurydiskussionen.
