Wiener Krimipreis (ehemals: Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur)
Der Preis zeichnet Kriminalromane aus, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wienbezug aufweisen.
Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und die Stadt Wien Kultur vergeben den Wiener Krimipreis jährlich. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Stadt Wien Kultur gestiftet.
Ihr Kontakt
Ramona Geng
Tel.: +43 1 512 15 35 – 24
E-Mail: geng@hvb.at
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Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Wiener Krimipreises trifft eine unabhängige Fachjury. Diese besteht aus bis zu fünf Mitgliedern aus den Bereichen: Stadt Wien Kultur, Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, Buchhandel, Journalismus/Rezensent:in und Preisträger:in der letzten drei Jahre. Mit Ausnahme der Vertreter bzw. Vertreterinnen des Hauptverbandes und der Stadt Wien wechseln die Jurymitglieder alle drei Jahre.
Ausgezeichnet werden Kriminalromane mit Wienbezug (Schauplatz des literarischen Werkes) und nach Möglichkeit mit innovativem Charakter.
Der Preis ist nicht teilbar und gilt einem Titel und nicht einem Autor oder einer Autorin. Die Preisvergabe erfolgt einmal jährlich. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos.
- Einreichberechtigt sind alle Kriminalromane, die zwischen dem 1. Juli 2025 und 30. Juni 2026 erschienen sind oder erscheinen werden.
- Anmeldungen werden ausschließlich über das offizielle Online-Anmeldeformular akzeptiert.
- Einreichberechtigt sind ausschließlich Verlage, nicht jedoch Autorinnen bzw. Autoren oder anderweitig an der Veröffentlichung der Bücher beteiligte Personen.
- Die Rücksendung von Büchern oder anderweitigem Präsentationsmaterial ist nicht möglich.
- Übersetzungen in die deutsche Sprache sind möglich, die Erhältlichkeit des betreffenden Titels in deutscher Sprache zur Veröffentlichung der Shortlist am 24. Juni 2026 ist verpflichtend.
- Die einreichenden Verlage verpflichten sich, jeweils sieben Exemplare jedes eingereichten Titels mit der Aufschrift „Wiener Krimipreis 2026“ an den Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, Grünangergasse 4, 1010 Wien, zu senden.
- Die Gewinnerin bzw. der Gewinner werden von einer unabhängigen Fachjury ermittelt.
- Die Entscheidung der Jury über die Preisträger:in des Wiener Krimipreises wird schriftlich begründet, sie ist auf dem Rechtsweg nicht anfechtbar.
- Mit der Anmeldung akzeptiert der einreichende Verlag die Teilnahmebedingungen und verpflichtet sich, wahrheitsgetreue Angaben zu machen.
- Alle Autor:innen, die für die Shortlist nominiert werden, verpflichten sich, im Rahmen der Wiener Kriminacht am 22. Oktober 2026 für eine Lesung und/oder ein Buchgespräch zur Verfügung zu stehen.
- Ausschreibungsfrist: 2. März 2026 bis 3. April 2026
- Bekanntgabe der Shortlist: 24. Juni 2026
- Bekanntgabe des Siegertitels und Preisverleihung im Rahmen der Wiener Kriminacht im Wiener Kaffeehaus am 22. Oktober 2026.
Die Jury 2026 besteht aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur), Sascha Wittmann (Bücher Wittmann), Ingrid Rehusch (Radio Wien, ORF) und Petra Hartlieb (Preisträgerin 2026).
Folgende Titel, in alphabetischer Reihenfolge nach Autor:in, stehen auf der Shortlist 2025:
Petra Hartlieb – Freunderlwirtschaft (DuMont Buchverlag)
Gudrun Lerchbaum – Niemand hat es kommen sehen (Haymon Verlag)
Annemarie Mitterhofer – Wiener Enzianmord (Gmeiner-Verlag)
Ursula Poznanski – Teufels Tanz (Knaur Verlag)
Thomas Raab – Der Metzger gräbt um (Haymon Verlag)
Die Einreichfrist für 2026 ist von 4. März 2026 bis 3. April 2026 geöffnet.
Preisträger 2025
Petra Hartlieb mit „Freunderlwirtschaft“
Der sechzehnte Wiener Krimipreis wurde am Donnerstag, den 23. Oktober 2025 im Rahmen der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus im Café Landtmann an Petra Hartlieb verliehen. Die diesjährige Preisträgerin wurde für ihren Kriminalroman „Freunderlwirtschaft“ (DuMont Buchverlag) ausgezeichnet.
Die preisgekrönten Krimis seit 2010
- 2025: Petra Hartlieb: Freunderlwirtschaft (DuMont Buchverlag)
- 2024: Heinrich Steinfest: Gemälde eines Mordes (Piper Verlag)
- 2023: Kurt Palm: Der Hai im System (Leykam Verlag)
- 2022: Uli Brée: Du wirst mich töten (Amalthea Verlag)
- 2021: Anne Goldmann: Alle kleinen Tiere (Argument Verlag)
- 2020: Ursula Poznanski: Vanitas – Grau wie Asche (Droemer-Knaur)
- 2019: Alex Beer: Der dunkle Bote (Limes)
- 2018: Fritz Lehner: Nitro (Seifert Verlag)
- 2017: Alex Beer: Der zweite Reiter (Limes)
- 2016: Andreas Gruber: Racheherbst (Goldmann)
- 2015: Theresa Prammer: Wiener Totenlieder (Marion von Schröder Verlag)
- 2014: Eva Rossmann: Männerfallen (Folio)
- 2013: Thomas Raab: Der Metzger kommt ins Paradies (Droemer)
- 2012: Manfred Rebhandl: Das Schwert des Ostens (Czernin)
- 2011: Lizl Stein/Georg Koytek: Der Posamentenhändler (Leykam)
- 2010: Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn (Rowohlt)
