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anzeiger Artikel

Shortlist 2025
Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur
Vom Mord in der Kleingartensiedlung bis zu dunklen Machenschaften in höchsten Politkreisen: Die Shortlist für den Leo-Perutz-Preis versammelt fünf Kriminalromane, die nicht nur spannend erzählen, sondern auch ein Schlaglicht auf gesellschaftliche Abgründe, skurrile Milieus und humorvolle Zwischenwelten werfen. Sie alle machen Wien zum Schauplatz für fein komponierte Verbrechen. Wer von ihnen letztlich den renommierten Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur gewinnt, wird am 23. Oktober bekanntgegeben. Bis dahin lohnt ein Blick auf die fünf Titel, die es auf die Shortlist geschafft haben.
Pia Lemberger, Leiterin vonThalia W3
Filialleiterin Pia Lemberger Foto (c) Thalia
Österreichischer Buchhandlungspreis 2025
„Jede Thalia-Buchhandlung ist anders“ – Thalia Wien-Mitte / W3
Im Herzen von Wien Mitte, wo Bahnverkehr auf Shoppingflair trifft, befindet sich die drittgrößte Thalia-Buchhandlung Österreichs. 2025 wurde die Buchhandlung mit dem Filialpreis des Österreichischen Buchhandlungspreises ausgezeichnet – vergeben von einer unabhängigen Fachjury. Seit Oktober 2024 wird die Buchhandlung von Pia Lemberger geleitet. Sie trat die Nachfolge von Michaela Bokon an, die das Haus über viele Jahre hinweg prägte und bis zu ihrer Pensionierung führte.
Stöhrs Lesefutter (c) Stöhrs Lesefutter
Das Team von Stöhrs Lesefutter v.l.n.r.: Sabine Schuh, Viki Pokorny, Michi Tinhof und Stefan Stöhr. Nicht am Bild: Selina Hanser. Foto (c) Stöhrs Lesefutter
Österreichischer Buchhandlungspreis 2025
„Unsere Buchhandlung soll auch ein Ort sein, an dem Neues entsteht“ – Stöhrs Lesefutter
Vor fast vier Jahren, mitten in der Corona-Pandemie, eröffneten Michi Tinhof und Stefan Stöhr ihre Buchhandlung „Stöhrs Lesefutter“ in Traiskirchen in Niederösterreich. Was damals als mutiger Schritt in unsicheren Zeiten begann, hat sich zu einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte entwickelt: Nun wurde die Buchhandlung als eine der besten des Jahres ausgezeichnet.
Buchhandlung Schachinger
Inhaberin Ulrike Schachinger (Mitte) mit ihren Nichten Jutta und Ida Schachinger; Foto (c) Lena Gatterbauer
Österreichischer Buchhandlungspreis 2025
„Ich möchte den Lesenden aus Schärding das geben, was sie suchen, und manchmal auch ein bisschen mehr“ – Buchhandlung Schachinger
Zwanzig Jahre Leidenschaft für das gedruckte Wort – und nun auch offiziell ausgezeichnet: Die Buchhandlung Schachinger in der Schärdinger Altstadt zählt 2025 zu den besten Buchhandlungen Österreichs. Gegründet und geführt von Ulrike Schachinger, hat sich die Buchhandlung als feste Größe im literarischen Leben der Region etabliert.
Bücher am Spitz (c) Manfred Stipanitz monday
Das Team von Bücher am Spitz (v.l.n.r.): Frank Heller, Bianca Dobler, Matthias Bollek, Walter Kettner. Foto (c) Manfred Stipanitz @monday
Österreichischer Buchhandlungspreis 2025
„Das Persönliche steht bei uns im Vordergrund, und genau das schätzen die Leute“ – Bücher am Spitz
Im Herzen Floridsdorfs liegt „Bücher am Spitz“ - seit über zwei Jahrzehnten eine kulturelle Konstante im 21. Wiener Gemeindebezirk. 2001 wagte Geschäftsführer Walter Kettner den Sprung in die Selbstständigkeit und übernahm die 1993 gegründete Buchhandlung „Bücher am Spitz“ – Nun offiziell eine der besten Buchhandlungen Österreichs 2025.
Buchhandlung List (c) Manon Soukop
Das Team der Buchhandlung List, v.l.n.r.: Elodie Salanove, Domitille Rombaut, Nicole List, Silvia Chiarini, Stéphanie Galliez, Foto (c) Manon Soukup
Österreichischer Buchhandlungspreis 2025
„Meine Buchhandlung soll ein verlängertes Wohnzimmer sein“ – Nicole List
Als Nicole List 2017 zum ersten Mal durch die Wiener Porzellangasse schlenderte, war es nur eine vage Vorstellung – „Wenn ich irgendwann einmal könnte, würde ich hier gerne arbeiten oder leben.“ Heute befindet sich an der Nummer 36 die Buchhandlung List, ein Ort für Literaturbegeisterte und nun offiziell eine der besten Buchhandlungen Österreichs 2025.
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(c) Buchhandlung ChickLit
Feministische Buchhandlung
Buchhandlung ChickLit
Im ersten Wiener Bezirk, ein wenig versteckt in der Kleeblattgasse, liegt eine wahre Perle der feministischen Literatur – die Buchhandlung ChickLit. Sie entstand 2012 aus dem Bedürfnis heraus, eine Lücke in der Wiener Buchlandschaft zu füllen: eine auf feministische Literatur spezialisierte Anlaufstelle für Leser:innen und Interessierte.
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(c) Styria Buchverlage
Historische Frauenbiografien von Molden
Frauengeschichte neu erzählt
Wallis Simpson, Hedy Lamarr oder Anna Mahler – Frauen, die Geschichte geschrieben haben. In seiner Reihe historischer Frauenbiografien widmet sich der Molden-Verlag genau diesen und anderen bemerkenswerten Persönlichkeiten und setzt damit einen besonderen Schwerpunkt: tiefgehende, facettenreiche Porträts, die das wahre Leben dieser Frauen abbilden – mit all seinen Glanzpunkten, Widersprüchen und Herausforderungen. Wir haben mit Elisabeth Stein-Hölzl, Geschäftsführung und Verlagsleitung Programm der Styria Buchverlage, über die Entstehung der Reihe gesprochen, die Herausforderungen bei der Darstellung historischer Frauenfiguren und darüber, was moderne Leser:innen von diesen Geschichten mitnehmen können.
„Unser Ziel ist, anders als man vielleicht vermuten würde, Geschichten zu verkaufen, nicht Bücher."
Digitalmarketing bei Brandstätter
Im Rahmen des Formats „Best Practice" zeigt die anzeiger-Redaktion Erfolgsstrategien aus der Buchbranche – in der ersten Auflage steht Digitalmarketing im Fokus. Der Wiener Publikumsverlag Brandstätter versteht es, geschickt verschiedene digitale Kanäle zu nutzen, um seine Bücher einem breiten Publikum näherzubringen. Im Kurzinterview geben Daniela Scheer und Petra Rosenblattl von Brandstätter einen Einblick in ihre Arbeit und erklären, wie es ihnen mithilfe einer 360-Grad-Strategie gelingt, nicht nur Bücher zu verkaufen, sondern Geschichten zum Leben zu erwecken.