„Seine literarischen Figuren sind immer wieder aufs Neue ungewöhnlich und der Fiktion verpflichtet“, so die Jury. Nichtsdestotrotz seien sie authentisch, wie auch im Text „Die Wahrheit der Tiere“, für den Stavarič den Preis erhält. Stavarič studierte an der Universität Wien Bohemistik und Publizistik, sein literarisches Werk umfasst Gedichte, Essays, Erzählungen, Kinderbücher und Romane. Zuletzt erschienen der Gedichtband „spuren“ (Limbus Verlag), der Roman „Die Schattenfängerin“ (Luchterhand) sowie „Tierisch wilde Schlafmützen: Geschichten zum Träumen“ (Leykam).
Das Motto des zum achten Mal ausgeschrieben Alois Vogel Literaturpreises war „Auch wir wollten auf dem Berg der Wahrheit unsere Zelte aufschlagen“, es gab Einreichungen von 72 Autorinnen und Autoren. Die Jury bestand aus der Literaturredakteurin Edith-Ulla Gasser, dem Autor und Herausgeber Erwin Uhrmann und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin, Organisatorin des Preises).
Der Alois-Vogel-Literaturpreis
Alois Vogel wurde vor 90 Jahre in Wien geboren, 2005 starb der Schriftsteller in Pulkau, wo er seit 1976 mit seiner Frau lebte. Der Alois Vogel Literaturpreis soll nicht nur den bedeutenden Literaten in Erinnerung halten, sondern auch den Mann, der sich stets für die Literatur und seine KollegInnen engagierte. Kunst und Literatur waren für Alois Vogel eine Kraft, mit der er eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber verband. 1971 war er Gründungsmitglied des Literaturkreises Podium, 1986-1992 Obmann des Vereins.
Der alle zwei Jahre auszulobende Literaturpreis ist, entsprechend der Bandbreite von Alois Vogels Werk, ohne Eingrenzung für alle literarischen Genres offen. Der Preis wird für österreichische oder in Österreich lebende, deutsch schreibende AutorInnen ausgeschrieben. Eine unabhängige Fachjury entscheidet nach Prüfung aller formal richtigen Einreichungen. Das Preisgeld beträgt € 10.000 Euro.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Podium Literatur.
