Ahoj! Tschechisches Literaturfestival in Wien und Bad Ischl

Tschechien ist in diesem Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse – unter dem Motto „Ein Land an der Küste“. Im Vorfeld der Messe bringt das dreitägige Festival „Ahoj! Tschechien setzt über“ tschechische Gegenwartsliteratur nach Österreich: Vom 29. September bis 2. Oktober treten fünf Autorinnen und Autoren in Wien und Bad Ischl auf.

Das Literaturhaus Wien, das LiteraturSchiff in Oberösterreich und das Tschechische Zentrum Wien präsentieren in Kooperation mit dem tschechischen Literaturzentrum CzechLit fünf zeitgenössische Autor:innen und ihre Werke in deutscher Übersetzung.

Das Programm folgt einem geografischen wie literarischen Bild: Es geht, wie es im Festivaltitel anklingt, um eine Reise durch die literarische Landschaft Tschechiens.

Konzipiert und kuratiert wurde das Literaturfestival von der Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Julia Miesenböck. Mit Radka Denemarková, Lucie Faulerová, Dora Kaprálová, Petr Borkovec und Michal Ajvaz.

Fünf tschechische Autor:innen zu Gast

Radka Denemarková (*1968) ist eine vielfach ausgezeichnete Autorin, Essayistin und Übersetzerin. Als einzige tschechische Autorin wurde sie viermal mit dem renommierten Magnesia-Litera-Preis ausgezeichnet. Ihr Werk liegt in mehr als 20 Sprachen vor, Denemarková ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Lucie Faulerová (*1989) gilt als eine der spannendsten Stimmen der jüngeren tschechischen Literatur. Den internationalen Durchbruch schaffte sie mit ihrem aktuellen Roman, für den sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet wurde.

Anna Bloch-Štičková (*1994) wurde in Stříbro geboren und lebt heute in Brünn. Sie schreibt Gedichte, übersetzt Lyrik aus dem Englischen und forscht zum Buchmarkt. Ihre Gedichte erschienen in deutscher Übersetzung in der Anthologie „Die Seele des Nebels“, ihre jüngste Gedichtsammlung stand auf der Longlist mehrerer renommierter tschechischer Literaturpreise.

Petr Borkovec (*1970) ist Lyriker sowie Übersetzer aus dem Russischen und Altgriechischen. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2024 mit dem Dresdner Lyrikpreis.

Michal Ajvaz (*1949) ist Schriftsteller und Philosoph. Während des kommunistischen Regimes schrieb er ohne Aussicht auf Veröffentlichung; heute gilt er als eine der interessantesten Stimmen des Surrealismus in der tschechischen Literatur. Sein Werk wurde in 24 Sprachen übersetzt und unter anderem mit dem tschechischen Staatspreis für Literatur geehrt.

Die Lesungen finden im Literaturhaus Wien und beim „Literaturschiff“ in der Verlagsbuchhandlung Kurdirektion in Bad Ischl statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Literaturhauses Wien.

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(c) Tschechisches Zentrum Wien
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