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17. Internationaler Comic-Salon Erlangen

Von 26. bis 29. Mai 2016 findet das wichtigste Festival für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum statt. Aus Österreich sind insgesamt elf Aussteller vertreten, darunter der Luftschacht Verlag und der Comic-Vertrieb Pictopia.

Die Themen des Festivals sind breit gefächert: Es geht um Pressefreiheit in der Türkei, Gewalt und Unterdrückung in Indien, das Leben in den Metropolen Afrikas, Kunst- und Religionsfreiheit, Flucht und Asyl. Neben grafischer Literatur, die sich mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigt, werden aber auch Comics für Kinder präsentiert und es wird „70 Jahre Lucky Luke“ gefeiert. Mit dem Programm wolle man zeigen, wie vielfältig die „Neunte Kunst“ heute ist, so das Kulturamt der Stadt Erlangen, das den Comic-Salon veranstaltet.

150 Aussteller auf der Messe
Das Herz des Internationalen Comic-Salons schlägt auf der Messe im Kongresszentrum Heinrich-Lades-Halle. Mehr als 150 Aussteller präsentieren hier ihr Programm, zahlreiche Neuerscheinungen werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und annähernd 500 KünstlerInnen aus aller Welt zeichnen live und signieren ihre Bücher.

Ausstellungen: Comics aus anderen Kulturen
Markenzeichen des Erlanger Festivals sind die zahlreichen Ausstellungen, die sich über die Innenstadt verteilen. In diesem Jahr stehen Comics aus anderen Kulturen im Fokus: Mit Jirō Taniguchi wird einem der einflussreichsten grafischen Erzähler überhaupt eine umfangreiche Ausstellung gewidmet. Weitere Ausstellungen widmen sich satirischer Grafik in der Türkei und Arbeiten von ZeichnerInnen aus Indien.
Die von der Elfenbeinküste stammende Szenaristin Marguerite Abouet erzielte ihren Durchbruch mit der Serie „Aya“. Komisch und voller Lebensfreude transportieren ihre Geschichten ein Afrika fernab westlicher Klischees. Flandern und die Niederlande sind in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Als Vorschau darauf präsentiert das Projekt „Parade“ einige der wichtigsten zeitgenössischen Comic-Künstler: Brecht Evens, Ben Gijsemans, Olivier Schrauwen, Simon Spruyt und Guido van Driel werden in Erlangen nicht nur ihre Arbeiten ausstellen, sondern unter der Schirmherrschaft der niederländischen Comic-Legende Joost Swarte und des belgischen Zeichners und Autors Randall Casaer auch ein tägliches Comic-Magazin produzieren. Eine Gruppenausstellung des Kunstpalais Erlangen beschäftigt sich mit der beunruhigenden Figur des bösen Clowns – in der Kunst, in den Medien, im politischen Aktivismus und der Populärkultur. Mit dem Joker – Gegenspieler Batmans, der 2015 seinen 75. Geburtstag gefeiert hat – hat der Comic eine der schillerndsten Clowns-Figuren hervorgebracht.

Max und Moritz-Preis
Der Max und Moritz-Preis ist die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur im deutschen Sprachraum. Als einer der Höhepunkte des Salons gilt die Max-und-Moritz-Gala am Freitag, 27. Mai, im Markgrafentheater, moderiert von Hella von Sinnen und Christian Gasser. 25 Titel sind für die Preise, die in verschiedenen Kategorien vergeben werden, nominiert. Mit der französischen Künstlerin Claire Bretécher wird erstmals eine Frau mit dem Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Veranstalter erwarten heuer etwa 25.000 BesucherInnen. © Internationaler Comic-Salon Erlangen/Erich Malter
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